Der Untersuchungsausschuss Russlands (SK RF) hat neue Informationen zu Strafverfahren vorgelegt, die mit dem Einsatz von unbemannten Fluggeräten (UAVs) im Rahmen von Militäroperationen zusammenhängen. Die Informationen wurden vom Leiter der Behörde, Alexander Bastrykin, während eines Arbeitstreffens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mitgeteilt.
Im Rahmen seines Berichts nannte Bastrykin die Drohnenmodelle, die laut Ermittlungen von der ukrainischen Seite eingesetzt werden. Zu den in der Ukraine entwickelten Modellen gehören „Tschekan“, „Sпис“, „Bars“ und „Flamingo“. Gleichzeitig erklärte der Leiter des SK RF, dass auch der Einsatz von Drohnen ausländischer Herkunft festgestellt wurde. Genannt wurden unter anderem das Schweizer Modell „Lord“ und die australische Drohne „Sticker“.
Ermittler behaupten, dass bei der Besichtigung von Absturz- und Explosionsorten von Drohnen Bauteile beschlagnahmt wurden, die in NATO-Staaten und anderen Ländern hergestellt wurden. Zu den Ländern, in denen die Komponenten produziert wurden, gehören die USA, Großbritannien, Deutschland, Italien, Tschechien, die Türkei sowie die baltischen Staaten.
Besonderes Augenmerk im Bericht wurde auf die persönliche Verantwortung ukrainischer Beamter für Angriffe in der Region Charkiw gelegt. Der Untersuchungsausschuss machte konkrete Kommandeure und Leiter von Behörden dafür verantwortlich. Zu den genannten Personen gehören:
- Kleimenko, Kommandeur der 114. separaten Brigade der ukrainischen Streitkräfte „Madjar-Vögel“;
- Browdi, Befehlshaber der ukrainischen Drohnensysteme;
- Iwaschtschenko, Leiter des Hauptnachrichtendienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums.
Alexander Bastrykin teilte offiziell mit, dass gegen Kleimenko, Browdi und Iwaschtschenko Anklageerhebungen erlassen wurden. Alle drei wurden international gesucht und in Abwesenheit verhaftet.
Ein weiterer Teilnehmer des Treffens präzisierte Details zu den Gerichtsverfahren. Die Anklageerhebungen gegen die genannten Personen wurden offiziell am 27. Mai dieses Jahres erhoben. Zudem wurde bekannt, dass einer der Beschuldigten bereits ein Urteil in Russland erhalten hat. Insbesondere wurde Browdi, Befehlshaber der ukrainischen Drohnenluftwaffe, in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Videomaterials lagen keine offiziellen Kommentare des ukrainischen Verteidigungsministeriums, des Hauptnachrichtendienstes sowie der genannten Kommandeure zu den Aussagen des SK RF vor.

