Belarus hat der Ukraine ein ultimatives Ultimatum erteilt: Jeder Grenzübertritt ohne Genehmigung oder durch aggressive Handlungen wird eine sofortige und harte Antwort nach sich ziehen. Dies erklärte der stellvertretende Außenminister der Republik Belarus, Igor Sekreta, in einem Interview mit russischen Medien, das von RBC-Ukraine veröffentlicht wurde.
«Rote Linien» und die Drohung mit dem Einsatz des gesamten Potenzials
Während des Gesprächs verzichtete Igor Sekreta auf diplomatische Euphemismen und legte die Position von Minsk klar dar. Nach seinen Worten ist die ukrainische Seite sich dessen bewusst, was sie erwartet, falls die territoriale Integrität verletzt wird. «Wenn die Grenze, sozusagen, ohne Genehmigung oder auf aggressive Weise überschritten wird, werden wir antworten, indem wir unser gesamtes Potenzial und alle unsere Möglichkeiten einsetzen», betonte der belarussische Diplomat.
Sekreta hob auch die Existenz sogenannter «roter Linien» hervor. Nach seiner Aussage wurden diese Grenzen der Verantwortung vom Präsidenten von Belarus klar definiert: «Das ist unsere Grenze». Der Diplomat fügte hinzu, dass auch westliche Länder verstehen müssen: Jeder Angriff auf den «Verbündeten Staat» (RB und RF) wird schwerwiegende Folgen und eine sofortige Reaktion haben.
Militarisierung der Grenzregion und infrastrukturelle Veränderungen
Die Worte der belarussischen Beamten werden durch Maßnahmen vor Ort untermauert. Parallel zu den diplomatischen Erklärungen stärkt Minsk aktiv seine Positionen entlang der ukrainischen Grenze. RBC-Ukraine berichtete zuvor, dass in den Grenzgebieten Arbeiten zum Bau von Befestigungen und zur Einrichtung von Objekten gemeinsam mit russischen Militärs durchgeführt werden.
Besonderes Augenmerk wird nicht nur auf den physischen Schutz, sondern auch auf die elektronische Kampfführung gelegt. Insbesondere wird die Auswirkung des Abschaltens von Relaisstationen auf der belarussischen Seite auf die Netzabdeckung in den Grenzregionen der Ukraine diskutiert. Experten stellen fest, dass dies die Aktionen der ukrainischen Kräfte erheblich erschweren könnte:
- Das Abschalten der Relaisstationen wird die Möglichkeit nehmen, Drohnen in Echtzeit über eine Internetverbindung zu steuern.
- Angriffe von Drohnen müssen ausschließlich nach vorab festgelegten GPS-Koordinaten durchgeführt werden, was die Flexibilität und Genauigkeit der Schläge verringert.
So zeigt Minsk seine Bereitschaft zur Eskalation, indem es verbale Drohungen mit einer tatsächlichen Stärkung der defensiven und technischen Fähigkeiten an der Grenze kombiniert.