Die belgische Nationalmannschaft schaltete sensationell den Gastgeber des Turniers aus dem Kampf um den Pokal aus und errang einen überzeugenden Sieg gegen die US-Mannschaft. Das Spiel in Seattle endete mit 4:1 und ging nicht nur durch das Können der Belgier in die Geschichte ein, sondern auch durch eine laute politische Geste, die als Antwort auf den jüngsten FIFA-Skandal verstanden wurde.

Benfils De Ketelaere und ein Eigentor von Vanaken

Die Amerikaner, die nach ihrem jüngsten Sieg gegen Bosnien auf einen Aufschwung hofften, stießen praktisch von den ersten Minuten an auf die belgische Klasse. Bereits in der 9. Minute hielt die Abwehr der „Sterne und Streifen' dem Druck nicht stand: Nicolas Raskin fand einen Pass zu Charles De Ketelaere, der kühlen Kopf bewahrte und das Spiel eröffnete.

Allerdings verlief es für die Belgier nicht ganz reibungslos. In der ersten Halbzeit musste Amadou Onana wegen einer Verletzung das Feld verlassen. Sein Ersatz Hans Vanaken hätte die Situation fast noch verschlimmert, als er ein Eigentor erzielte. In der 31. Minute prallte der Ball bei einem Freistoß von Malick Tillmann von Vanakens Kopf ins Netz und brachte die Gastgeber zum Ausgleich – 1:1.

Die Freude der Zuschauer dauerte nur zwei Minuten. Die Belgier antworteten sofort: Leandro Trossard legte präzise zu De Ketelaere auf, der sein Doppelspiel vollendete und seiner Mannschaft wieder die Führung verschaffte – 2:1.

Ein Fehler des Torhüters und das Endergebnis

Nach der Halbzeitpause war das Spiel vollständig entschieden. Zuerst erlitt der US-Star Christian Pulisic eine Verletzung und musste das Feld verlassen, und dann beging der US-Torhüter Matthew Fris einen fatalen Fehler. Der Torwart lief unglücklich weit außerhalb des Strafraums und lieferte sich beim Versuch eines Passes einen Fehler an den Gegner. Vanaken orientierte sich sofort und schoss den Ball aus der Distanz ins leere Tor, womit er sich für sein Eigentor rehabilitierte.

„Trumps Tanz' als Antwort auf den Skandal

Der Hauptgrund für die mediale Aufregung entstand in der dritten Nachspielminute, als Romelu Lukaku das vierte Tor erzielte. Bei der Feier des Tores führten mehrere Spieler der belgischen Mannschaft synchron den berühmten „Trump-Tanz' auf – Bewegungen, die zu einem viralen Meme geworden waren.

Diese Geste war reiner Troll, der auf den lauten Skandal Bezug nahm, der kurz vor dem Spiel ausgebrochen war. Die FIFA hatte überraschend die Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun für eine rote Karte annulliert. In den Medien verbreiteten sich sofort Gerüchte über Druck auf den Verband, und Donald Trump selbst bedankte sich öffentlich bei der Organisation in seinen sozialen Medien. Die UEFA nannte diese Entscheidung „unverständlich', und die belgischen Fußballer beschlossen, dies direkt während des Spiels zu beantworten.

Balogun half der Mannschaft am Ende in keiner Weise und verließ das Feld ohne torgefährliche Aktionen. Die Belgier hingegen zeigten, dass sie feine Trolle sein können.

Fazit für die US-Nationalmannschaft

Trotz der vernichtenden Niederlage verlässt der US-Torhüter Matthew Fris das Turnier mit einer einzigartigen Leistung. Er wurde zum Rekordhalter seines Landes für die meisten Siege bei Weltmeisterschaften und überholte mit drei Siegen Brad Friedel und James Douglas.