---
title: "Belgien stellt Bedingung für russische Vermögenswerte: Prévot warnt vor Risiko der Rückzahlung von 200 Milliarden Euro"
description: "🇧🇪 Maxim Prévot erklärte, dass Belgien bereit ist, der Ukraine zu helfen, aber Garantien bezüglich der eingefrorenen russischen Vermögenswerte fordert. Der Minister warnte: Wenn ein Gericht in 10–15 Jahren die Rückzahlung von 200 Milliarden Euro an Russland anordnen sollte, würde das belgische Budget dies nicht aushalten. Brüssel besteht auf einer kollektiven Verantwortung der EU-Länder. #Belgien #Ukraine #MaximPrevot #RussischeVermögenswerte"
date: 2026-08-18T12:38:04.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/belgien-stellt-bedingung-fur-russische-vermogenswerte-prevot-warnt-vor-risiko-der-ruckzahlung
tags: [belgium, ukraine, maxime-prevot, russia-assets, european-union]
publisher: "XAB.info"
---

# Belgien stellt Bedingung für russische Vermögenswerte: Prévot warnt vor Risiko der Rückzahlung von 200 Milliarden Euro

![Belgischer Finanzminister Patrick Prevo warnt vor den Risiken der Rückgabe von 200 Milliarden Euro eingefrorener russischer Vermögenswerte](https://xab.info/media/2026/08/18/belgiya-ustanovila-uslovie-po-aktivam-rf-prevopredupredil-o-riskax/belgiya-ustanovila-uslovie-po-aktivam-rf-prevopredupredil-o-riskax-1.webp)

### Brüssel ist zur Hilfe bereit, fordert aber Absicherung: Die Position von Maxim Prévot

Der belgische Außenminister Maxim Prévot hat die Grundsatzposition seines Landes bezüglich der Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine dargelegt. In einer im August 2026 abgegebenen Erklärung betonte der Außenminister, dass Belgien die Hilfe für Kiew nicht ablehnt, jedoch auf die Schaffung eines klaren Mechanismus zur Verteilung der rechtlichen und finanziellen Risiken zwischen allen EU-Mitgliedstaaten besteht. Nach Ansicht von Prévot kann Brüssel ohne vorherige Abstimmung der Verantwortung kein „grünes Licht' für die Nutzung der in belgischen Banken verwahrten Mittel geben, da dies eine Bedrohung für die nationale Wirtschaft darstellen könnte.

Prévot lehnte jegliche Interpretation seiner Vorsicht als Sympathie für Moskau kategorisch ab. „Die Unwilligkeit oder sogar die Weigerung Belgiens, diese eingefrorenen russischen Vermögenswerte zu nutzen, darf auf keinen Fall als Weigerung verstanden oder als Wunsch interpretiert werden, der Ukraine zu helfen, geschweige denn als Bestreben, Russland irgendeine Unterstützung zu gewähren', erklärte der Minister. Er betonte, dass belgische Rechtsexperten erhebliche Risiken identifiziert haben, die nicht nur das Land, sondern auch das gesamte europäische Finanzsystem betreffen könnten, wenn die Frage ohne angemessene rechtliche Vorbereitung gelöst wird.

### Finanzielle Bedrohung: Szenario der Rückzahlung von 200 Milliarden Euro

Das Hauptargument für die Vorsicht ist das Ausmaß der finanziellen Verpflichtungen, die in der Zukunft entstehen könnten. Maxim Prévot nannte eine beunruhigende Zahl: Wenn internationale Gerichte Belgien in 10 bis 15 Jahren anweisen sollten, Russland die eingefrorenen Mittel zurückzuzahlen, könnte das Land diese Kosten nicht allein tragen. „Andernfalls, wenn Belgien in 10 oder 15 Jahren angewiesen wird, alle Mittel zurückzuzahlen, wird es nicht in der Lage sein, die Last der Rückzahlung von mehr als 200 Milliarden Euro allein zu tragen. Das ist im Verhältnis für unser Budget undenkbar', fügte er hinzu.

Daher setzt sich Belgien dafür ein, dass die europäischen Länder sich im Voraus auf eine gegenseitige Verantwortung für mögliche Folgen der Nutzung der Vermögenswerte einigen. Brüssel befürchtet, dass im Falle eines zukünftigen Gerichtsverlusts die gesamte Last der Entschädigungen auf die Schultern einzelner Staaten fallen würde und nicht auf EU-Ebene verteilt wäre.

### Politischer Kontext: Unterstützung eines Kredits von 90 Milliarden Euro

Trotz der harten Haltung gegenüber eingefrorenen Vermögenswerten zeigt Belgien Bereitschaft, die Ukraine auf andere Weise zu unterstützen. Prévot bestätigte, dass Belgien die Entscheidung der EU unterstützt hat, der Ukraine in den Jahren 2026–2027 einen Kredit von 90 Milliarden Euro zu gewähren. Der Minister stellte fest, dass die zuvor identifizierten Risiken nicht verschwunden sind, das Land jedoch keine prinzipiellen Einwände gegen die Nutzung dieser Mittel zur Unterstützung der ukrainischen Sache hat, sofern sie nicht mit der direkten Nutzung eingefrorener russischer Kapitalien ohne Garantien verbunden sind.

### Widersprüchliche Daten

Die Frage der Nutzung russischer Vermögenswerte bleibt eines der schwierigsten Themen in der EU-Diplomatie. Einerseits schlug die Europäische Kommission im Dezember 2025 Belgien vor, einen Wiedergutmachungskredit für die Ukraine in Höhe von 210 Milliarden Euro aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten freizugeben. Andererseits wagte Brüssel damals nicht, diesen Schritt zu tun, und jetzt, fast ein Jahr später, bleibt die Position Belgiens unverändert: Der Mechanismus muss sicher sein. Die Meinungsverschiedenheiten bestehen darin, dass Kiew und einige EU-Länder in den Vermögenswerten eine sofortige Ressource für Hilfe sehen, während Belgien auf eine mehrjährige rechtliche Vorbereitung besteht, um katastrophale finanzielle Verluste in der Zukunft zu vermeiden.