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title: "„Die Tür ist geschlossen“: Belgien blockiert erneut die Debatte über die Nutzung eingefrorener Russland-Vermögen für die Ukraine"
description: "Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken erklärte, Brüssel sei kategorisch gegen die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine: „die Tür ist geschlossen“. Die Erklärung kam vor dem Hintergrund des Drucks aus Schweden, Polen, den Niederlanden, Spanien und den baltischen Staaten."
date: 2026-08-29T21:22:03.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/belgien-tuer-geschlossen-eingefrorene-russland-vermoegen-ukraine
tags: [belgium, frozen-assets, russia, ukraine, eu, sanctions, defense, baltic-states]
publisher: "XAB.info"
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# „Die Tür ist geschlossen“: Belgien blockiert erneut die Debatte über die Nutzung eingefrorener Russland-Vermögen für die Ukraine

![Belgischer Politiker in blauem Anzug vor Nationalflaggen im Kontext der Blockade der Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine](https://xab.info/media/2026/08/29/belgiya-dver-zakryta-zamorozka-aktivov-rossii-ukraina/belgiya-dver-zakryta-zamorozka-aktivov-rossii-ukraina-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken erklärte, die Frage der Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine sei „nicht verhandelbar“ und „die Tür sei geschlossen“
- Zuvor hatten Schweden, Polen, die Niederlande und Spanien die Europäische Kommission aufgefordert, Mechanismen zur Nutzung von rund 200 Mrd. Euro eingefrorener Vermögenswerte zu prüfen
- Im Dezember 2025 lehnte Belgiens Ministerpräsident Bart De Wever auf dem EU-Gipfel die deutsche Initiative eines „Reparationskredits“ über 200 Mrd. Euro ab
- Francken warf den baltischen Staaten vor, Brüssel in der Frage des Reparationskredits unter Druck zu setzen
- Ukraines Außenminister Andrij Sybiha forderte auf, die Verteidigungsausgaben aus den eingefrorenen russischen Vermögensmitteln zu decken
- Die EU bereitet ein neues Sanktionspaket vor, in das rund 1600 Personen und Organisationen fallen könnten

Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken erklärte am 29. August 2026 in einer kategorischen Aussage, dass Brüssel grundsätzlich gegen die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte zur finanziellen Unterstützung der Ukraine ist. Nach seinen Worten ist diese Frage „nicht verhandelbar“ und „die Tür ist geschlossen“. Francken betonte, der belgische Ministerpräsident Bart De Wever werde „daran festhalten“, und fixierte damit die Position der obersten Führung des Landes vor dem Hintergrund wachsenden Drucks aus mehreren europäischen Hauptstädten.

### „Die Tür ist geschlossen“: die harte Linie Brüssels

Die Erklärung Theos Franken kam im Kontext einer aktiven diplomatischen Kampagne zustande, die in den vergangenen Wochen von mehreren europäischen Ländern geführt wurde. Noch in dieser Woche hatten Schweden, Polen, die Niederlande und Spanien gemeinsam die Europäische Kommission aufgefordert, neue Mechanismen zu prüfen, die es ermöglichen, rund 200 Milliarden Euro eingefrorener russischer Vermögenswerte zugunsten Kiews einzusetzen. Der belgische Verteidigungsminister machte deutlich, dass sein Land nicht an solchen Initiativen teilnehmen wolle, und verwies die Frage an die Position des Ministerpräsidenten, wobei er sich damit der Befugnis für weitere Verhandlungen zu diesem Thema entledigte.

### Dezember 2025: EU-Gipfel und „Reparationskredit“ über 200 Milliarden

Die aktuelle Episode ist die Fortsetzung eines Konflikts, der bereits im Dezember 2025 auf dem Gipfel der Europäischen Union entbrannt war. Damals hatte der belgische Regierungschef Bart De Wever den Versuch Deutschlands und der Europäischen Kommission, für die Ukraine einen sogenannten „Reparationskredit“ in Höhe von 200 Milliarden Euro zu entwickeln, abgelehnt. De Wever begründete seine Entscheidung damit, dass die Annahme eines solchen Schemas den belgischen Staat angreifbar und schutzlos gegenüber potenziellen sanktionären Gegenmaßnahmen Russlands machen würde. Genau dieses Argument – die Furcht vor Gegen sanktionen und die Bedrohung der finanziellen Stabilität des Landes, auf dessen Gebiet (unter anderem im Bank der Nationen in Brüssel) ein erheblicher Teil der eingefrorenen Vermögenswerte lagert – bleibt der Kern der Brüsseler Position.

### Die baltischen Staaten im Zentrum des Konflikts

Theo Francken wies zudem darauf hin, dass der Widerstand Belgiens in mehreren europäischen Hauptstädten für Ärger sorge, und nannte insbesondere die baltischen Staaten, die nach seiner Einschätzung die leidenschaftlichsten Befürworter des Reparationskredits seien. „Auch sie sollten vorsichtig sein, wenn sie diese Frage ständig aufgreifen und uns in die Enge treiben. Ich halte das für nicht klug“, resümierte der Verteidigungsminister und warf damit de facto Riga, Vilnius und Tallinn vor, Brüssel unter Druck zu setzen. Diese Aussage verschärfte den innereuropäischen Streit darüber, wer die Hauptlast der finanziellen Unterstützung Kiews trage und wie die Risiken zwischen den EU-Teilnehmern verteilt werden sollten.

### Position Kiews und neues EU-Sanktionspaket

Vor dem Hintergrund des belgischen „Vetos“ erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha, dass die Ausgaben für Verteidigung und Wiederaufbau des Landes aufgrund des Kriegsverlaufs und der verstärkten Terrorakte Russlands stetig stiegen. In diesem Zusammenhang schlägt die ukrainische Seite vor, diese Ausgaben aus den eingefrorenen russischen Vermögensmitteln zu decken, was die Frage der Nutzung dieser Mittel zu einem zentralen Punkt in bilateralen und multilateralen Verhandlungen macht. Parallel dazu bereitet die Europäische Union laut dem Magazin Politico ein neues Sanktionspaket gegen Russland vor, in das rund 1600 natürliche und juristische Personen fallen könnten. Die Frage der Nutzung eingefrorener Vermögenswerte werde, so die gleichen Quellen, im Rahmen der Vorbereitung dieses Pakets weiterhin intensiv diskutiert, was auf die Beibehaltung des Themas in der EU-Agenda trotz des belgischen Widerstands hindeutet.

### Widersprüchliche Daten

In den vorliegenden Quellen und Erklärungen der beteiligten Seiten wurden keine wesentlichen Abweichungen in Daten, Zahlen oder Schlüsselfakten festgestellt. Alle vier überprüften Quellen bestätigen einstimmig die Tatsache der Erklärung Theos Franken, die Summe der eingefrorenen Vermögenswerte (rund 200 Mrd. Euro) und den Zeitablauf der Ereignisse, einschließlich des Gipfels im Dezember 2025. Der einzige Unterschied liegt in den Schwerpunkten: Einige Quellen betonen, dass die Initiative zur Prüfung neuer Mechanismen von Schweden, Polen, den Niederlanden und Spanien ausgegangen sei, während Francken in seinem Kommentar die baltischen Staaten als aktivste Befürworter des Reparationskredits hervorhob. Dies ist kein Widerspruch, sondern spiegelt unterschiedliche Grade der Einbindung verschiedener Ländergruppen in den Prozess wider.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Belgien blockiert erneut die Übertragung eingefrorener russischer Vermögenswerte zur Finanzierung der Ukraine](https://www.rbc.ua/ukr/news/belgiya-znovu-blokue-peredachu-zamorozhenih-1788037969.html) - Подтверждает заявление Франкена, сумму 200 млрд евро, контекст декабрьского саммита 2025 и позицию де Вевера
- [„Die Tür ist geschlossen“: Belgien lehnt die Debatte über die Nutzung russischer Vermögenswerte für die Ukraine ab](https://www.gazeta.ru/politics/2026/08/29/23469619.shtml) - Подтверждает цитату Франкена, перечень стран (Швеция, Польша, Нидерланды, Испания), упоминание стран Балтии и нового пакета санкций Politico
- [„Die Tür ist geschlossen“: Belgien verweigert Kiew die eingefrorenen russischen Vermögenswerte](https://life.ru/p/1918051) - Подтверждает ключевую цитату и позицию премьер-министра де Вевера, хронологию событий
- [Belgien spricht sich erneut gegen die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte aus](https://www.rbc.ru/politics/29/08/2026/6a92f87b33188e2d7fdd5020) - Подтверждает факт заявления, контекст давления европейских стран и позицию Киева через заявление Сибиги

## ❓ FAQ

### Q: Warum ist Belgien gegen die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine?
**A:** Belgien begründet seine Position damit, dass die Annahme eines Schemas zur Nutzung eingefrorener Vermögenswerte das Land gegenüber potenziellen sanktionären Gegenmaßnahmen Russlands angreifbar machen würde. Ein erheblicher Teil der eingefrorenen Vermögenswerte lagert auf belgischem Gebiet, unter anderem im Bank der Nationen in Brüssel, was direkte finanzielle Risiken für den Staat mit sich bringt.

### Q: Welche Länder sprechen sich für die Nutzung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte aus?
**A:** Noch in dieser Woche hatten Schweden, Polen, die Niederlande und Spanien die Europäische Kommission aufgefordert, neue Möglichkeiten zur Nutzung von rund 200 Mrd. Euro eingefrorener Vermögenswerte zu prüfen. Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken hob die baltischen Staaten als leidenschaftlichste Befürworter des Reparationskredits hervor.

### Q: Was geschah auf dem EU-Gipfel im Dezember 2025?
**A:** Im Dezember 2025 lehnte Belgiens Ministerpräsident Bart De Wever auf dem EU-Gipfel den Versuch Deutschlands und der Europäischen Kommission ab, für die Ukraine einen „Reparationskredit“ in Höhe von 200 Mrd. Euro zu entwickeln, und erklärte, dies würde den belgischen Staat gegenüber Sanktionen Russlands schutzlos machen.

### Q: Wie lautet die Position der Ukraine zu den eingefrorenen Vermögenswerten?
**A:** Ukraines Außenminister Andrij Sybiha erklärte, dass die Ausgaben für Verteidigung und Wiederaufbau des Landes aufgrund des Kriegsverlaufs und der verstärkten Terrorakte Russlands stiegen, und schlug vor, sie aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten zu decken.

### Q: Bereitet die EU ein neues Sanktionspaket gegen Russland vor?
**A:** Ja, laut dem Magazin Politico bereitet die Europäische Union ein neues Sanktionspaket vor, in das rund 1600 natürliche und juristische Personen fallen könnten. Die Frage der Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte wird im Rahmen der Vorbereitung dieses Pakets ebenfalls weiterhin diskutiert.