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title: "Benzin E10, neue Regeln für die EU und Evakuierung: Die wichtigsten Änderungen in der Ukraine ab 1. Juli"
description: "Ab dem 1. Juli treten in der Ukraine wichtige Änderungen in Kraft: der neue Benzinstandard E10, neue Regeln für den Versand von Paketen in die EU, der Start der Registrierung elektronischer Portale für Studienbewerber und die obligatorische Evakuierung der Bewohner grenznaher Dörfer. ⛽📦🎓🚨"
date: 2026-06-28T03:44:00.000Z
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# Benzin E10, neue Regeln für die EU und Evakuierung: Die wichtigsten Änderungen in der Ukraine ab 1. Juli

![Grüner Kraftstoffdüse mit der Beschriftung Super E10, die den Übergang zu umweltfreundlichem Benzin in der Ukraine ab dem 1. Juli symbolisiert](https://xab.info/media/2026/06/28/benzin-e10-novie-pravila-dlya-es-i-evakuatsiya-glavnie-izmeneniya-v-ukraine-s-1-iulya/benzin-e10-novie-pravila-dlya-es-i-evakuatsiya-glavnie-izmeneniya-v-ukraine-s-1-iulya-1.webp)

Ab dem 1. Juli treten in der Ukraine eine Reihe weitreichender Neuerungen in Kraft, die verschiedene Lebensbereiche betreffen: vom Kraftstoffmarkt und der Logistik bis hin zu Bildung und Bürgersicherheit. Zu den wichtigsten Änderungen gehören der Übergang auf einen neuen Benzinstandard, aktualisierte Regeln für den Versand von Paketen in die Europäische Union, der Start der Registrierung elektronischer Portale für Studienbewerber sowie die obligatorische Evakuierung der Bewohner grenznaher Dörfer in der Oblast Tschernihiw.

### Neuer Benzinstandard E10: Harmonisierung mit Europa

Ab dem ersten Juli gilt an allen Tankstellen der Ukraine der neue Kraftstoffstandard E10. Das bedeutet, dass dem Benzin bis zu 10 % Bioethanol beigemischt wird. Der Wechsel vom bisherigen Standard E5 auf E10 ist Teil des Prozesses der Harmonisierung des ukrainischen Kraftstoffmarktes mit den europäischen Normen, die in den meisten EU-Ländern bereits seit langem angewendet werden.

Wie Serhij Kujun, Direktor der Beratungsgruppe A-95, erklärte, mussten europäische Hersteller zuvor separate Chargen von Benzin E5 speziell für den ukrainischen Markt produzieren. Dies erforderte zusätzliche Tanks, eine separate Logistik und erhöhte die Kosten der Lieferanten. Ab jetzt wird der Kraftstoff für die Ukraine und die EU-Länder faktisch zum gleichen Produkt, was die Beschaffung vereinfacht, die Logistik optimiert und langfristig zur Stabilisierung der Preise beitragen könnte.

Der Experte betont, dass eine wesentliche Verteuerung des Kraftstoffs nicht zu erwarten ist: Die Beimischung von Bioethanol könnte den Benzinpreis lediglich um 50–70 Kopeken pro Liter erhöhen – weniger als 1 %. In Zukunft könnte dieser Unterschied vollständig verschwinden, wenn sich der Markt an den neuen Standard angepasst hat.

Benzin mit einem Bioethanolanteil von bis zu 10 % ist für die meisten modernen Fahrzeuge unbedenklich. Für bestimmte ältere Modelle könnte lediglich eine geringfügige Einstellung des Kraftstoffsystems erforderlich sein.

### Änderungen beim Versand von Paketen in die EU

Ab dem 1. Juli beginnen die Länder der Europäischen Union schrittweise mit der Einführung neuer Regeln für die Abwicklung kommerzieller Sendungen, einschließlich Sendungen aus der Ukraine. Die Änderungen betreffen Verkäufer, die Waren in die EU versenden, sowie Geschenke im Wert von mehr als 45 Euro.

Für bestimmte Sendungen können zusätzliche Zahlungen anfallen: Servicegebühren, Mehrwertsteuer (falls diese nicht im Voraus entrichtet wurde) und andere Zollgebühren, je nach Bestimmungsland. Die «Ukrposhta» verspricht jedoch, die erforderlichen Zahlungen automatisch zu bearbeiten, damit Absender und Empfänger nicht selbst Zollverfahren durchlaufen müssen.

### Elektronische Portale für Studienbewerber

Ab dem 1. Juli startet in der Ukraine die Registrierung elektronischer Portale für Studienbewerber an Hochschulen. Über diese Plattformen können Bewerber Anträge einreichen, deren Status verfolgen und Informationen über die Ergebnisse der Zulassungsprüfung erhalten.

Das Bildungsministerium betont, dass eine Registrierung am ersten Tag des Betriebs des Systems nicht zwingend erforderlich ist. Anträge auf ein Bachelorstudium können vom 19. Juli bis 1. August eingereicht werden, und die elektronischen Portale werden bis zum 15. Oktober funktionieren.

In diesem Jahr können Bewerber maximal 10 Anträge stellen, wovon höchstens fünf auf einen Studienplatz im staatlichen Auftrag (Budgetplatz) entfallen dürfen, die übrigen auf einen Vertragsplatz. Jeder Antrag muss eine Priorität zugewiesen werden: Nr. 1 bedeutet die bevorzugte Option für die Zulassung. Nach der Einreichung kann die Reihenfolge der Prioritäten nicht mehr geändert werden.

### Fahrkarten für Schüler und Kadetten in Kiew

Vom 1. Juli bis 31. August müssen Schüler in Kiew den Fahrschein im öffentlichen Nahverkehr bezahlen, da der kostenlose Fahrschein nur während des Schuljahres gilt. Für Schüler bleibt jedoch ein Rabatt von 75 % auf die Fahrkarten bestehen. Diese können in der App «Kyiv Digital», bei EasyPay, auf der Website des GIOC oder über Selbstbedienungsterminals beantragt werden.

Auch während der Sommerferien verlieren Kadetten der höheren Militärschulen der Hauptstadt ihr Recht auf kostenlosen Transport.

### Obligatorische Evakuierung in der Oblast Tschernihiw

Ab dem 1. Juli beginnt in der Oblast Tschernihiw die obligatorische Evakuierung der Bewohner von 12 Grenzorten in vier Gemeinden der Region. Diese Entscheidung wurde vom Verteidigungsrat der Oblast aufgrund der Sicherheitslage getroffen. Gleichzeitig wird die Evakuierung aus sieben weiteren Grenzorten fortgesetzt, für die sie zuvor bereits angeordnet worden war.

Laut Angaben der regionalen Behörden verbleiben derzeit etwa tausend Menschen in diesen Dörfern, darunter 120 Kinder. Die Regionalverwaltung (OVA) teilte mit, dass die Evakuierten mit vorübergehender Unterkunft versorgt werden und der Prozess innerhalb von zwei Monaten abgeschlossen werden soll.

### Geltungsdauer des Programms «Nationaler Cashback»

Ab dem 1. Juli fließen die im Rahmen des Programms «Nationaler Cashback» angesammelten, aber nicht verbrauchten Mittel zurück in den Staatshaushalt. Daher müssen die Auszahlungen für die Vormonate und Juni bis spätestens 30. Juni ausgegeben werden. Anschließend wechselt die Karte in den neuen Anrechnungszyklus.