In der besetzten Krim beginnt eine Ära der Knappheit. Ab Samstag, dem 30. Mai, treten auf der Halbinsel strenge Beschränkungen für den Verkauf von Kraftstoff in Kraft. Die lokalen Behörden, die vor einer Panikkäufe und leeren Tanks fürchten, haben sich entschieden, strenge Begrenzungen für das Tanken von Fahrzeugen einzuführen.
Entsprechend einer Anordnung, die vom sogenannten Regionalchef Sergei Aksjonow unterzeichnet wurde, können die Bewohner ab 9:00 Uhr morgens nur noch 20 Liter Benzin der Marke AI-95 pro Fahrzeug und Tag kaufen. Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf die wachsende Besorgnis der Bevölkerung und Versuche, Kraftstoff im Voraus zu kaufen.
Die Behörden bitten die Einwohner der Krim, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen. Die offizielle Position lautet, dass es keinen Mangel gibt, aber Maßnahmen notwendig sind, um Chaos an den Tankstellen zu verhindern. Aksjonow hat direkt empfohlen, Fahrzeuge im üblichen Modus zu tanken, ohne künstliche Panikkäufe zu erzeugen.
Das Einführen solcher Beschränkungen kann jedoch oft das Gegenteil bewirken. Die Geschichte kennt viele Beispiele, bei denen die Einführung von Limits für Produkte oder Kraftstoff nur Warteschlangen verlängerte und den Schwarzmarkt anregte. Es bleibt abzuwarten, wie die Bevölkerung auf die neue Realität reagieren wird, in der ein voller Benzintank zu einem Privileg wird, das nicht sofort verfügbar ist.