Die geretteten Besatzungsmitglieder des Tankers Gas Lisbon, der Opfer eines Angriffs vor der Küste Rumäniens wurde, haben erstmals Details über das Geschehen geteilt. Nach ihren Aussagen wurde das Schiff von drei unbemannten Fluggeräten getroffen, was zu schweren Schäden und einer Notwendigkeit zur sofortigen Evakuierung führte.

Demnach, wie von Digi24 veröffentlicht und von RBC-Ukraine wiedergegeben, bestätigten zwei überlebende Seeleute die Version des Einsatzes von Drohnen. Ihre Erzählungen ermöglichen es, die Chronologie der tragischen Ereignisse, die in der Nacht stattfanden, wiederherzustellen.

Chronologie des Angriffs: Vom ersten Explosion bis zur Rettung

Der Besatzungsmitglied aus Georgien, Alexander Megreliдзе, der sich zum Zeitpunkt des Angriffs in seiner Kabine befand, beschrieb den Moment, in dem er die erste Explosion spürte. Nach seinen Worten wurden insgesamt drei Treffer am Rumpf des Tankers verursacht. Trotz Panik und einer stressigen Situation verlor die Besatzung des Schiffes nicht die Fassung und begann sofort mit der Durchführung von Notfallprozeduren.

Die Seeleute organisierten die Evakuierung selbstständig und begannen, drei verletzten Kollegen Hilfe zu leisten. Ein weiterer geretteter Besatzungsmitglied, Alexandru Arro, präzisierte den Zeitpunkt des Angriffs – etwa 23:00 Uhr. Nach seiner Einschätzung entwickelte sich der Angriffsszenario in zwei Phasen:

  • Zuerst wurde das Schiff von zwei Drohnen angegriffen: Eine traf das Maschinenraum, die andere den Wohnbereich, in dem sich die Kabinen der Besatzung befanden.
  • Der dritte Treffer erfolgte etwa drei Stunden nach den ersten Treffern, was auf die Dauer des Vorfalls hindeutet.

Warten auf Hilfe und Aktionen der Besatzung

Einer der Schlüsselmomente in der Erzählung der Seeleute war die Ankunftszeit der Rettungskräfte. Alexandru Arro merkte an, dass die rumänischen Dienste erst vier bis fünf Stunden nach Beginn des Angriffs am Ort des Geschehens eintrafen. Während dieses kritischen Zeitraums war die Besatzung sich selbst überlassen.

Genau in diesen Stunden, während der Tanker brannte und die Fahrt verlor, führte die Besatzung eigenständig Maßnahmen zur Rettung von Menschen und zur Minimierung der Folgen der erlittenen Schäden durch. Die Situation war kritisch, da sich das Schiff etwa 20 Seemeilen von der rumänischen Küste entfernt befand.

Kontext des Vorfalls

Zur Erinnerung: Über die Beschädigung des Tankers unter liberiescher Flagge wurde am 21. Juli bekannt. Dies meldete der Präsident Rumäniens. Das Schiff fuhr von der ägyptischen Stadt Alexandria in den ukrainischen Hafen Reni. Der Angriff fand in den territorialen Gewässern Rumäniens statt, was breite Resonanz und Fragen zur Sicherheit der Schifffahrt in der Region auslöste.