In der Ukraine wurde ein neuer Mechanismus eingeführt, der das Verfahren zur Bewilligung (Bronierung) für Mitarbeiter der Rüstungsindustrie (OПК) vereinfachen soll. Unternehmen der kritischen Infrastruktur können nun schnell eine vorübergehende Bewilligung für Mitarbeiter veranlassen, die gegen die Regeln der Wehrpflicht verstoßen und gesucht werden.

Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf die Anwältin Natalia Gnatik vom Anwaltsverband "Aktum" berichtet, ist das Instrument seit dem 13. März 2026 in Betrieb. Zugang zum Dienst haben Unternehmen der Rüstungsindustrie mit entsprechendem Status.

Express-Modus über das Portal "Diia"

Der Hauptvorteil der Neuerung ist die Geschwindigkeit. Das Verfahren zur Ausstellung einer vorübergehenden Bewilligung über das Portal "Diia" dauert nur 10–15 Minuten und erfolgt automatisch. In diesem Fall findet die Standardprüfung, die normalerweise bis zu 72 Stunden dauert, keine Anwendung.

Es ist wichtig zu verstehen, dass dieser Mechanismus eine vorübergehende Lösung ist. Sie ermöglicht eine Verschiebung der Mobilmachung für bis zu 45 Tage. In dieser Zeit muss das Unternehmen für den Mitarbeiter eine dauerhafte Bewilligung im allgemeinen Verfahren veranlassen.

Risiken für Unternehmen und Mitarbeiter

Trotz der Vereinfachung des Verfahrens weisen Experten auf erhebliche Risiken sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer hin. Die Anwältin Natalia Gnatik betont die Notwendigkeit rechtzeitigen Handelns:

  • Unternehmen wird dringend empfohlen, Dokumente für eine dauerhafte Bewilligung frühzeitig einzureichen, ohne auf die letzten Fristen zu warten.
  • Mitarbeiter sollten Besuche beim Territorialen Zentrum für Mobilisierung und Sozialisierung (TZK) zur Aktualisierung ihrer Wehrpflichtdaten nicht hinauszögern.

Die Rechtzeitigkeit der Maßnahmen ist für die Wahrung des Status entscheidend. Zuvor hatte die Anwältin Tatjana Lebedewa ebenfalls vor möglichen Bedingungen gewarnt, unter denen die Verschiebung und Bewilligung ungültig werden könnten.