Am Donnerstagabend, dem 5. November, verübten russische Truppen einen Angriff auf die Energieinfrastruktur von Bila Zerkwa. Laut Angaben des Stadtrats, auf die sich RBC-Ukraine beruft, wurden drei Jet-Drohnen auf die Energieanlagen der Stadt abgefeuert. Infolge des Vorfalls kam es zu Stromausfällen, und Energietechniker begannen mit Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung.
Fortschritt der Stromwiederherstellung
Unmittelbar nach dem Angriff begannen zuständige Dienste mit der Beseitigung der Folgen. Wie der Stadtrat von Bila Zerkwa mitteilte, arbeiten Energietechniker derzeit an der Wiederherstellung der Stromversorgung in den betroffenen Gebieten. Das Ausmaß der Schäden und der genaue Zeitplan für die vollständige Wiederherstellung der Lichtversorgung wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch ermittelt; Einsatzkräfte arbeiten weiterhin vor Ort.
Risiko erneuter Angriffe
Der Stadtrat betonte, dass das Risiko erneuter Angriffe auf die städtische Infrastruktur weiterhin hoch sei. Dies bedeutet, dass selbst nach der Wiederherstellung der Stromversorgung Energieanlagen und Versorgungssysteme weiterhin gefährdet bleiben und die Behörden sowie Notdienste in erhöhter Bereitschaft für neue Angriffe in den kommenden Stunden und Tagen verbleiben.
Kontext: Nächtliche Angriffswelle am 6. November
Der Angriff auf Bila Zerkwa fand vor dem Hintergrund eines groß angelegten Luftangriffs statt, den Russland in der Nacht zum 6. November gegen die Ukraine führte. Laut RBC-Ukraine startete der Gegner mehr als 200 Drohnen verschiedener Typen, darunter 86 Jet-Shaheds. Nach Angaben der Luftwaffe wurden bis 08:00 Uhr 196 feindliche Drohnen abgeschossen oder neutralisiert, wobei Treffer an 14 Standorten verzeichnet wurden.
Spezialoperation „Tscheburetschnaja“ in der Region Sumy
Zur Erinnerung: Am 5. November berichtete der militärische Nachrichtendienst (HUR) von der Operation „Tscheburetschnaja“ in der Region Sumy. Während der siebenwöchigen Operation säuberten Spezialeinheiten 642 Hektar Gebiet, vernichteten 107 russische Soldaten und nahmen 29 gefangen. Diese Daten veröffentlichte der HUR am selben Tag wie den Angriff auf die Energieinfrastruktur von Bila Zerkwa, was die Intensität der Kampfhandlungen an mehreren Fronten gleichzeitig unterstreicht.