Die Ukraine hat die Anschuldigungen zur Entwicklung biologischer Waffen offiziell widerlegt und erklärt, dass alle ihre gemeinsamen Programme mit den USA in diesem Bereich ausschließlich auf die Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems abzielen. Dies meldet RBC-Ukraine unter Berufung auf das ukrainische Außenministerium.
Das Wesen der Zusammenarbeit: zivile Ziele und internationale Standards
Das ukrainische Außenministerium betonte, dass die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten im Bereich der biologischen Sicherheit bereits seit vielen Jahren besteht. Alle gemeinsamen Projekte konzentrieren sich auf die Verbesserung der epidemiologischen Überwachung, der Labordiagnostik und des biologischen Schutzes.
„Es handelt sich um eine ganz normale zivile Tätigkeit, die internationalen Standards und Praktiken im Gesundheitswesen entspricht und nicht mit militärischen Zielen verbunden ist', so das Ministerium.
Alle Labore, die an Programmen internationaler technischer Hilfe teilgenommen haben, sind ausschließlich diagnostische, wissenschaftliche oder Referenzlabore des Gesundheitssystems und der Veterinärmedizin. Ihre Arbeit ist streng durch die Konvention über das Verbot biologischer und Toxinwaffen (BWK) geregelt.
Internationale Untersuchungen: Fehlen von Beweisen
Das Thema der sogenannten „militärischen Biologielabore' ist ein Element der jahrelangen russischen Propaganda. Keine der Anschuldigungen Russlands konnte international bestätigt werden.
Insbesondere wurde 2022 auf Verlangen Russlands ein offizieller Beratungsverfahren unter Beteiligung der Vertragsstaaten der BWK durchgeführt. Die Ukraine lieferte erschöpfende Daten zu Zielen und Mechanismen der Umsetzung der Programme. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat diese Frage ebenfalls geprüft und keine Beweise für die Vorwürfe Moskaus gefunden.
Im Dezember 2023 bestätigte die ukrainische Seite auf einer Tagung der Vertragsstaaten der BWK erneut ihre Transparenz und ihre vollständige Einhaltung des Völkerrechts. Das Außenministerium forderte auf, sich nur auf überprüfte Fakten und nicht auf verzerrte Informationen zu stützen.
Russische Desinformation: Von „Kampfmücken' bis hin zur Manipulation von Dokumenten
Die Russische Föderation nutzt das Thema der biologischen Sicherheit seit vielen Jahren für Desinformationsangriffe gegen die Ukraine. Zuvor hatten Vertreter Russlands beim Sicherheitsrat der UNO absurde Falschinformationen über die Vorbereitung „biologischer Angriffe mit infizierten Gänsen' und die Züchtung von „Kampfmücken' in ukrainischen Laboren verbreitet, die angeblich ausschließlich Träger russischer Pässe angreifen können.
Auch die russische Diplomatie versuchte, interne Dokumente der USA zu manipulieren, insbesondere die Dekrete von Präsident Donald Trump zur Biobio-Sicherheit, um die Verschärfung der Kontrolle über Forschungen als Beweis für die Existenz militärischer Programme nahe der eigenen Grenzen auszugeben. Keine dieser Anschuldigungen wurde je durch Beweise untermauert.
Neue Welle der Manipulation nach der Enthaüllung von US-Dokumenten
Eine neue Welle der Manipulation setzte ein, nachdem der US-Nachrichtendienst Archivdokumente über die Finanzierung von mehr als 120 Biologielaboren in 30 Ländern der Welt, einschließlich der Ukraine, deklassifiziert hatte. Der Direktor der US-Nationalen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, erklärte die Veröffentlichung von Materialien, in denen von der Gefahr der Beschlagnahmung oder Beschädigung eines zivilen Labors in der Ukraine die Rede ist, das gefährliche Erreger unter Bedingungen eines Krieges auf breiter Front lagerte.
Die russische Propaganda griff diese deklassifizierten Daten sofort auf und versuchte erneut, die übliche zivile Unterstützung des Gesundheitssystems als Arbeit an der Entwicklung biologischer Waffen darzustellen.