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title: "Biometrischer Zusammenbruch in Europa: Fluggesellschaften fordern Stopp von EES wegen 5-Stunden-Warteschlangen"
description: "Der europäische Luftfahrtsektor fordert den Stopp der Einführung des biometrischen Systems EES. 🛑 Aufgrund von Störungen und Warteschlangen von bis zu 5 Stunden an Flughäfen riskieren Fluggesellschaften Verluste von 140 Millionen Euro. 📉"
date: 2026-07-02T16:08:35.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Biometrischer Zusammenbruch in Europa: Fluggesellschaften fordern Stopp von EES wegen 5-Stunden-Warteschlangen

![Enorme Warteschlange von Passagieren in einem europäischen Flughafen, die auf die biometrische EES-Kontrolle warten](https://xab.info/media/2026/07/02/aviapervezoshchiki-trebuyut-ostanovit-ees-v-europe/aviapervezoshchiki-trebuyut-ostanovit-ees-v-europe-1.webp)

Der europäische Luftfahrtsektor steht vor einem beispiellosen Grenzkrise im Schengen-Raum. Eine Gruppe führender Fluggesellschaften und Fachverbände hat sich offiziell an die Europäische Kommission gewandt, um die sofortige Aussetzung der Einführung des automatisierten Ein- und Ausreisesystems (Entry/Exit System — EES) zu fordern. Grund für den dringenden Antrag sind kritische Störungen bei den biometrischen Terminals, die zu einem Zusammenbruch des operativen Betriebs in den größten Flughäfen des Kontinents geführt haben.

### Das Sicherheitsparadoxon: Wie Modernisierung die Ströme stoppte

Die Einführung des EES war ursprünglich als Schritt zur Steigerung der Effizienz bei der Verwaltung der Außengrenzen der EU gedacht. Gemäß der Verordnung soll das System das manuelle Stempeln von Pässen von Drittstaatsangehörigen durch eine digitale Erfassung von Daten ersetzen. In der Praxis fiel der Start der Technologie jedoch mit dem Höhepunkt der Sommersaison zusammen, was zu Chaos führte.

Die Einführung neuer Standards erfordert von Reisenden, die keine EU-Bürger sind, das Durchlaufen eines komplexen Registrierungsverfahrens. Der Prozess umfasst:

    - Scannen der vier Fingerabdrücke der rechten Hand;

    - Präzise digitale Erfassung biometrischer Gesichtsparameter;

    - Automatische Überprüfung der Einhaltung der Visumsfreiheitsregeln (90 Tage innerhalb von 180 Tagen).

Unter Bedingungen hoher Passagierdichte haben diese Maßnahmen, die eigentlich die Kontrolle beschleunigen sollten, die Arbeit der Grenzterminals faktisch gelähmt. In den größten Transit-Hubs der EU stieg die Wartezeit in den Schlangen auf bis zu fünf Stunden an.

### Wirtschaftliche Verluste und technischer Ausfall

Vertreter der International Air Transport Association (IATA) und des Zusammenschlusses Airlines for Europe (A4E) betonen, dass die Branche nichts gegen eine verstärkte Sicherheit hat, aber das aktuelle Umsetzungsformat als destruktiv eingestuft wird. Nach Schätzungen der Analysten könnten die finanziellen Verluste der Fluggesellschaften am Ende des dritten Quartals 2026 140 Millionen Euro übersteigen, wenn die Prüfalgorithmen nicht bald angepasst werden.

Diese Verluste setzen sich zusammen aus Entschädigungen an Passagiere für verpasste Anschlüsse, Verspätungen und dem Mehrverbrauch an Treibstoff durch Flugzeuge, die gezwungen sind, auf die Erlaubnis zur Landung oder Abflug zu warten.

Die Situation wird durch technische Probleme verschärft. Periodische Störungen in der zentralen Datenbank des IT-Agenturs der EU (eu-LISA) führen zu einem vollständigen Stillstand der Registrierungslinien. Nach Überwachungsdaten liegt die technische Bereitschaft der Terminals bei nur etwa 68 % des Zielplans.

### Statistik des Scheiterns: Vergleich der Kennzahlen

Die Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Regulierungsbehörden und der Realität an den Grenzübergängen wurde beim Vergleich der Kennzahlen vor und nach der Einführung des Systems offensichtlich:

    - **Prüfzeit pro Passagier:** früher 45–90 Sekunden, jetzt bei der Erstregistrierung bis zu 3,5–5 Minuten.

    - **Warteschlangen:** die maximale Wartezeit stieg von 45 Minuten in Spitzenzeiten auf 5 Stunden in Flughäfen der ersten Kategorie.

Offizielle Vertreter der Grenzbehörden Deutschlands und Frankreichs geben die kritische Belastung des Personals zu. Die Behörden erklären die Situation mit der Notwendigkeit, eine primäre Datenbank biometrischer Daten aufzubauen, und behaupten, dass die Verzögerungen adaptiver Natur sind. Bei wiederholten Grenzübertritten sollte das Verfahren nicht mehr als 15–20 Sekunden dauern.

Die Luftfahrtbranche hält es jedoch für unzulässig, eine umfassende Testung der neuen Infrastruktur unter Bedingungen der Spitzenlast im Sommer durchzuführen. Die Fluggesellschaften bestehen auf der Aussetzung des Projekts bis zur vollständigen Optimierung der Software und der Erweiterung der Durchsatzkapazität der Terminals, um eine Wiederholung des Szenarios des Zusammenbruchs zu vermeiden.