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title: "Kreml ernennt keinen neuen Botschafter in London: Kelyin verlässt Post nach sieben Jahren vor dem Hintergrund der „Folgen“"
description: "Nach sieben Jahren im Amt hat Andrei Kelyin den Posten des russischen Botschafters im Vereinigten Königreich verlassen, während der Kreml noch keinen Nachfolger ernannt hat. Vor dem Hintergrund der Drohnenlieferungen an die Ukraine hatte die Botschaft zuvor vor „Folgen“ gewarnt."
date: 2026-08-23T14:08:03.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/botschafter-kelyin-verlaesst-post-im-vereinigten-koenigreich
tags: [russia-uk-relations, andrey-kelin, ukraine-war, diplomacy, nyan-drones]
publisher: "XAB.info"
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# Kreml ernennt keinen neuen Botschafter in London: Kelyin verlässt Post nach sieben Jahren vor dem Hintergrund der „Folgen“

![Goldener russischer Doppeladler-Wappen auf einer dunklen Tür mit roten Farbspritzern](https://xab.info/media/2026/08/23/posol-kelin-pokinul-post-v-britanii/posol-kelin-pokinul-post-v-britanii-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Der Kreml beendete die diplomatische Mission Andrei Kelyins am 21. Juli 2026 nach sieben Jahren im Amt; ein Nachfolger wurde nicht ernannt.
- Auf der Liste der oberen diplomatischen Mitarbeiter der Botschaft in London ist nun nur noch der geschäftsführende Gesandte Wassili Zygjanow verzeichnet.
- Die Botschaft hatte vor dem Hintergrund der Lieferungen von Kampfdrohnen durch Großbritannien an die Ukraine zuvor vor „Folgen“ gewarnt, erklärte später jedoch, sie beabsichtige nicht, die Beziehungen zu verschärfen.
- Das britische Außenministerium erklärte, die Frage der Botschafternachfolge falle in die Zuständigkeit Moskaus, und betonte die Erhaltung der Kommunikationskanäle über die Botschaft in Moskau.

Die Botschaft Russlands in London bestätigte, dass Andrei Kelyin den Posten des russischen Botschafters im Vereinigten Königreich nach sieben Jahren im Amt verlassen hat. Laut dem Sprecher der diplomatischen Vertretung hat der Kreml die diplomatische Mission Kelyins am 21. Juli 2026 beendet. Auf der russischen Online-Liste der „oberen diplomatischen Mitarbeiter“ im Vereinigten Königreich ist nun nur noch Wassili Zygjanow, der geschäftsführende Gesandte der Botschaft, verzeichnet. Für die Nachfolge Kelyins wurde in Moskau bislang kein Kandidat vorgeschlagen.

### Sieben Jahre im Amt und Beendigung der Mission

Der Sprecher der Botschaft betonte, dass Kelyin „Anstrengungen unternommen habe, um die Kommunikationskanäle“ mit Großbritannien zu wahren, und warf der Londoner Regierung vor, den „Weg der Konfrontation“ mit Russland eingeschlagen zu haben. Die diplomatische Vertretung erklärte, er habe Großbritannien „in der Hoffnung verlassen, dass ein konstruktiverer und respektvollerer Dialog am Ende doch wieder aufgenommen werden kann, falls das Vereinigte Königreich seine Politik gegenüber unserem Land überdenkt“. Damit fiel die formelle Beendigung der Mission mit einer öffentlichen Kritik an Londons Kurs zusammen, jedoch ohne Erklärung eines Abbruchs der diplomatischen Beziehungen.

### „Folgen“ und Warnungen der Botschaft

Die Spannungen in den Beziehungen zwischen Moskau und London verschärften sich in der vergangenen Woche deutlich: Die russische Botschaft hatte vor „Folgen“ gewarnt, nachdem bekannt geworden war, dass Großbritannien die Ukraine mit Kampfdrohnen beliefert. Der ehemalige britische Verteidigungsattaché in Moskau und Kiew, John Forman, merkte an, dass die Lücke zwischen den Botschaftern für sich genommen kein Präzedenzfall war, wies jedoch in einer Mitteilung auf X darauf hin, dass die scharfe Erklärung zu den „Folgen“ und die Verschlechterung der bilateralen Beziehungen dazu anregen, sich zu fragen, ob Moskau diesmal zu einer endgültigen Verschlechterung der Beziehungen übergehen werde, ohne einen Botschafter zu ersetzen.

### Britische Seite: Kommunikationskanäle bleiben erhalten

Ein Vertreter des britischen Außenministeriums erklärte, dass die Frage der Botschafternachfolge in die Zuständigkeit des russischen Außenministeriums falle. „Wir haben einen Botschafter und eine Botschaft in Moskau, um mit der russischen Regierung zu interagieren und ihr unsere Besorgnis mitzuteilen“, fügte er hinzu und betonte, dass Großbritannien die Ukraine weiterhin in ihrem Recht unterstütze, sich gegen die Invasion Russlands zu verteidigen. Später veröffentlichte die russische Botschaft eine Erklärung, wonach in ihren Kommentaren „nichts darauf hindeute, dass Russland beabsichtige, die diplomatischen Beziehungen“ zu Großbritannien zu verschärfen.

### Widersprüchliche Angaben

In den Erklärungen beider Seiten und der Botschaft selbst lassen sich Widersprüche feststellen. Einerseits behauptet die diplomatische Vertretung, die Beziehungen hätten sich „ausschließlich auf Initiative Londons auf ein beispiellos niedriges Niveau verschlechtert“, und hatte zuvor vor „Folgen“ gewarnt. Andererseits insistiert die Botschaft in einer späteren Erklärung, dass in ihren Kommentaren kein Hinweis auf die Absicht enthalten gewesen sei, die Beziehungen zu verschärfen, während Großbritannien seinerseits betont, dass die Kommunikationskanäle über die Botschaft in Moskau erhalten blieben und die Situation nicht als Abbruch betrachte. Auch der Experte Forman bewertet die Lage widersprüchlich: Während er die Lücke zwischen den Botschaftern als nicht beispiellos bezeichnet, räumt er andererseits ein, dass Moskau diesmal zu einer endgültigen Verschlechterung übergehen könnte, ohne einen Nachfolger zu ernennen. Diese Abweichungen in der Interpretation desselben Ereignisses – des faktischen Fehlens eines Botschafters in London – wurden von keiner der Seiten bislang ausgeräumt.

### Kontext: Drohnen Nyan und die Erklärung Lawrows

Den Hintergrund für die Verschärfung legten jüngste Veröffentlichungen der Times darüber, dass die Streitkräfte der Ukraine seit einem halben Jahr britische Raketen-Drohnen Nyan für Schläge tief ins russische Territorium einsetzen. Daraufhin bezeichnete der russische Außenminister Sergej Lawrow Großbritannien als Teilnehmer des Krieges gegen Russland. Genau in diesem Kontext werden die Beendigung der Mission Kelyins und das Fehlen eines ernannten Nachfolgers als mögliches Signal Moskaus wahrgenommen, obwohl die Seiten keinen formellen Abbruch der diplomatischen Beziehungen erklärt haben.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Russland beruft Botschafter aus London ab – wegen der britischen Hilfe für die Ukraine](https://www.rbc.ua/ukr/news/rosiya-vidklikala-posla-londona-cherez-dopomogu-1787493866.html) - Подтверждает отозвание/завершение миссии посла и связь с помощью Британии Украине.
- [Botschafter Kelyin: London ist nicht an einer Annäherung Russlands an Europa interessiert](https://tass.ru/politika/27884929) - Подтверждает публичную позицию Келина о курсе Лондона.
- [Botschafter Kelyin: Mit fremden Händen gegen Russland zuschlagen und sich in Großbritannien verstecken wird nicht funktionieren](https://tass.ru/interviews/27881605) - Подтверждает публичную позицию Келина о курсе Лондона.
- [Botschafter Kelyin erklärte, London schüre Europa gegen Russland auf](https://www.rbc.ru/rbcfreenews/6a48a71a9a79470bd510353c) - Подтверждает заявления Келина о позиции Лондона в Европе.

## ❓ FAQ

### Q: Hat der Kreml einen neuen russischen Botschafter im Vereinigten Königreich ernannt?
**A:** Nein. Laut Angaben der Botschaft hat Moskau bislang keinen Kandidaten für die Nachfolge Andrei Kelyins vorgeschlagen; auf der Liste der oberen diplomatischen Mitarbeiter ist nur der geschäftsführende Gesandte Wassili Zygjanow verzeichnet.

### Q: Wann wurde die Mission Kelyins beendet?
**A:** Der Sprecher der Botschaft teilte mit, dass der Kreml die diplomatische Mission Kelyins am 21. Juli 2026 nach sieben Jahren im Amt beendete.

### Q: Hängt die Abberufung des Botschafters mit den Drohnenlieferungen an die Ukraine zusammen?
**A:** Die Botschaft hatte nach Berichten darüber, dass Großbritannien die Ukraine mit Kampfdrohnen beliefert, zuvor vor „Folgen“ gewarnt, erklärte später jedoch, dass in ihren Kommentaren kein Hinweis auf die Absicht enthalten gewesen sei, die diplomatischen Beziehungen zu verschärfen.