In der Nacht auf Montag, den 15. Juni, wurde Kiew einem massiven Angriff der russischen Streitkräfte ausgesetzt. Infolge des Angriffs mit Drohnen und ballistischen Raketen brachen in der Hauptstadt zahlreiche Brände aus, und zu den betroffenen Objekten gehörte eine der wichtigsten Heiligtümer der Ukraine – das Kiewer Höhlenkloster.
Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf offizielle Quellen berichtet, brach das Feuer direkt auf dem Gelände des Klosters aus. Insbesondere das Dach der Dormitionskathedrale – der zentralen Kirche des Klosters, die ein Symbol des ukrainischen Orthodoxen Christentums und ein UNESCO-Weltkulturerbe ist – stand in Flammen.
„Gezielter Schlag ins Herz des Heiligtums“
Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko meldete den Vorfall als einer der ersten in den sozialen Medien. Gegen zwei Uhr morgens schrieb er: „Feuer auf dem Gelände des Kiewer Höhlenklosters. Brand auf dem Dach der Dormitionskathedrale“. Später bestätigte Timur Tkachenko, Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, die Informationen und präzisierte die Details.
„Das Feuer an Gebäuden auf dem Gelände des Kiewer Höhlenklosters ist bestätigt. Vorläufige Einschätzung: Folge eines direkten Treffer“, erklärte Tkachenko. Er fügte hinzu, dass der Brand erhebliche Schäden verursacht hat und die russischen Kräfte „bewusst ins Herz eines der größten christlichen Heiligtümer geschlagen“ haben.
Gegenwärtig wird das Ausmaß des Schadens bewertet. Die Rettungsdienste arbeiten nach Sicherheitsprotokollen, um das Feuer zu lokalisieren und eine Ausbreitung auf benachbarte Gebäude zu verhindern.
Massiver Angriff auf die Hauptstadt
Der Schlag gegen das Kloster war Teil eines umfassenderen Angriffs auf Kiew. In der Nacht auf Montag griffen russische Drohnen und ballistische Raketen mehrere Stadtteile an. Brände wurden sowohl in Wohnhäusern als auch in anderen zivilen Einrichtungen registriert. Einige Gebäude erlitten Zerstörungen.
Medizinische Einheiten wurden in die Gebiete mit direkten Treffern und die Orte, wo Trümmer abgeschossener Ziele niedergingen, entsandt. Es ist bekannt, dass eines der Wohnheime beschädigt wurde. Zu den betroffenen Stadtteilen gehören Obolon, Petschersk und Podil.
Endgültige Daten zur Anzahl der Verletzten und zum vollen Umfang der Zerstörungen werden im Laufe des Tages veröffentlicht. Es wird erwartet, dass die Informationen über die Folgen des Angriffs vom 15. Juni erweitert werden, sobald die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind.
Der Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster hat nicht nur in der Ukraine, sondern auch im Ausland breite Resonanz ausgelöst. Der Schlag gegen ein religiöses Objekt von enormer kultureller und historischer Bedeutung wird als grober Verstoß gegen internationale Normen und die Ethik der Kriegsführung gewertet.