In der Nacht explodierte es in Kiew, was Teil eines großangelegten kombinierten Angriffs war. Als Folge des Treffers auf das Gelände der Kiewer Höhlenkloster wurden erhebliche Schäden festgestellt. Im Zentrum der Tragödie befand sich die Dormitionskathedrale – eines der wichtigsten geistlichen Symbole der Ukraine und ein UNESCO-Weltkulturerbe.

Angriff auf ein Weltkulturerbe

Die ukrainische Vizepremierministerin für humanitäre Politik, Tatjana Berezhna, bestätigte den Angriff in einer Aussage. Ihrer Meinung nach ist dies eine „sehr schwere Nachricht“. Russland griff ein Gebiet an, das nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein herausragendes Kulturdenkmal von weltweiter Bedeutung ist.

Tatjana Berezhna betonte, dass das Kiewer Höhlenkloster gemäß dem Zweiten Protokoll zur Haager Konvention von 1954 unter verstärktem Schutz steht. Ein Angriff auf ein solches Objekt wird als schweres Verbrechen gegen das kulturelle Erbe der Menschheit eingestuft. Die Behörden fordern die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Russland zu erhöhen, das weiterhin gezielt ukrainische Werte zerstört.

Evakuierung von Reliquien und Arbeit der Rettungskräfte

In den ersten Stunden nach Beginn des Angriffs wurde im Kloster eine dringende Evakuierung organisiert. Bischof Avraamij berichtete, dass die Mönchsgemeinschaft und die Rettungskräfte koordiniert handelten, um alte Ikonen, Antimensen und andere liturgische Gegenstände zu bergen, die im Feuer hätten verbrennen können.

Dank der selbstlosen Arbeit der Feuerwehr konnte die Gefahr für Menschenleben minimiert und ein erheblicher Teil der Reliquien gerettet werden. Momentan arbeiten vor Ort die zuständigen Dienste an der Eindämmung der Folgen. Eine vollständige Einschätzung des Schadensumfangs wird erst nach Abschluss der Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten möglich sein.