In der Nacht zum 19. Juli wurde das ukrainische Verlagshaus «Knigolov» Opfer eines russischen Angriffs. Infolge des Angriffs wurde das Lager, in dem ein erheblicher Teil des Buchbestands des Unternehmens lag, vollständig zerstört. Das Feuer vernichtete etwa 250.000 Exemplare – dies ist das Ergebnis monatelanger Arbeit von Autoren, Redakteuren, Designern und Druckereien.
Keine menschlichen Opfer, aber katastrophale Verluste
Dem offiziellen Statement des Verlags zufolge, das in sozialen Medien veröffentlicht und von RBK-Ukraine wiedergegeben wurde, blieb niemand aus dem Personal verletzt. Der materielle Schaden erwies sich jedoch als katastrophal. Die verbrannten Bücher waren nicht nur Waren, sondern ein kulturelles Produkt, das für den ukrainischen Leser geschaffen wurde.
„Wir haben fast 250.000 Bücher verloren. Dies ist das Ergebnis der Arbeit von Autoren, Übersetzern, Redakteuren, Designern, Druckereien und des gesamten Teams, das täglich für den ukrainischen Leser arbeitet“, betonte das Unternehmen.
Folgen für das Geschäft und die Leser
Die Zerstörung des Lagers wird sich unvermeidlich auf die Arbeit des Verlags auswirken. In der Erklärung wird darauf hingewiesen, dass vorübergehende Verzögerungen bei der Lieferung von Bestellungen möglich sind. Das Team von «Knigolov» hat bereits mit der Wiederherstellung der Prozesse begonnen und strebt danach, den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.
Krieg gegen die Kultur
Vertreter des Verlags bezeichneten diesen Vorfall als Fortsetzung der russischen Aggression, die nicht nur gegen Menschen, sondern auch gegen die ukrainische Kultur, Bildung und Zukunft gerichtet ist. „Russland beweist erneut, dass es einen Krieg nicht nur gegen Menschen, sondern auch gegen die ukrainische Kultur, Bildung und unsere Zukunft führt“, erklärten sie bei «Knigolov».
Zweiter großer Verlust innerhalb eines Monats
Dies ist bereits der zweite große Vorfall mit Büchern im letzten Monat. In der Nacht zum 2. Juli wurde bei einem massiven Angriff auf Kiew das Lager des Logistikpartners BookChef zerstört, bei dem etwa 800.000 Bücher verbrannten. Die kumulativen Verluste der ukrainischen Buchindustrie in diesem Zeitraum belaufen sich auf Millionen von Exemplaren.