Der nächtliche Raketenangriff auf Kiew hat der Infrastruktur der Stadt schweren Schaden zugefügt. Eines der betroffenen Ziele war das Lager des bekannten Elektronik- und Technikmarktes MOYO. Laut der Presseabteilung des Unternehmens brannte der gesamte Lagerbestand vollständig aus – das Feuer vernichtete alle dort gelagerten Waren.
Verluste des Unternehmens und Reaktion der Führung
MOYO betonte, dass keine Mitarbeiter verletzt wurden. Am Ort des Geschehens arbeiteten die Rettungskräfte die ganze Nacht und den ganzen Morgen. In der Pressemitteilung des Unternehmens klingen Worte der Unterstützung und der Entschlossenheit, die Arbeit fortzusetzen:
„Wir haben das Lager verloren. Aber wir haben das Team nicht verloren. Wir haben den Glauben nicht verloren. Wir haben den Willen, weiterzuarbeiten, nicht verloren“.
Trotz der massiven Verluste hat das Unternehmen bereits mit der Beseitigung der Folgen des Angriffs und der Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit begonnen.
Ausmaß der Zerstörung in Kiew
Laut der ukrainischen Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko setzte der Feind während des nächtlichen Angriffs Dutzende ballistische Raketen ein. Am stärksten betroffen war Kiew. Bisher sind 13 Tote und 86 Verletzte bekannt, darunter zwei Kinder.
Es gab direkte Treffer in mindestens 20 Wohnhäusern. Insgesamt wurden etwa hundert Gebäude beschädigt. Die Rettungskräfte des Staatlichen Dienstes für Notfälle arbeiten weiterhin an 15 Orten und räumen Trümmerfelder. Laut Swyrydenko könnten sich unter den Trümmern noch Menschen befinden.
Situation in der Stadt
Der Bürgermeister von Kiew, Witali Klitschko, präzisierte, dass von den 86 Verletzten 70 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Im beschädigten Haus im Stadtteil Darnyzi läuft weiterhin eine Such- und Rettungsaktion. Aufgrund der massiven Zerstörungen in der Hauptstadt wurden auch die Routen des öffentlichen Verkehrs geändert, um den Verkehr in den betroffenen Gebieten aufrechtzuerhalten.
Die Ereignisse der letzten Stunden zeigen, wie verwundbar wichtige Infrastruktureinrichtungen auch bei erhöhter Alarmbereitschaft bleiben. Die Arbeit der Rettungskräfte geht weiter, und die Stadt versucht, sich an die neuen Bedingungen anzupassen.