Am 3. Juni nahmen die Ereignisse in verschiedenen Teilen des Landes und der Region eine angespannte Wendung. Tagsüber erfolgte in Dnipro eine gewaltige Explosion, die zu massiver Rauchentwicklung und einem Großbrand führte. Gleichzeitig wurden in der Nacht zum 3. Juni Infrastrukturziele in Russland getroffen, insbesondere ein Öltankterminal im Hafen von Sankt Petersburg.
Angriff auf ein Vorratslager in Dnipro
Russische Truppen griffen das Gebiet von Dnipro an. Laut Informationen von RBK-Ukraine, die sich auf Oleksandr Gantschu, den Leiter der Militärverwaltung der Oblast Dnipropetrowsk, beriefen, entstand infolge des Angriffs ein Großbrand, und eine dicke Wolke aus schwarzem Rauch umhüllte den Einschlagort.
Der Bürgermeister von Dnipro, Boriss Filatow, präzisierte auf Facebook, dass das Ziel des Angriffs ein Vorratslager der Supermarktkette ATB war. Der Stadtoberste begleitete die Mitteilung mit einer resonanten Aussage, die Angriffe auf zivile Infrastruktur und militärische Objekte gegenüberstellte: „Wir ihnen – ein Kampfkorvette in Kronstadt. Und sie uns – ATB-Lager mit Lebensmitteln in Dnipro“.
Verletzte und erneuter Angriff
Die Lage am Tatort entwickelte sich rasch. Zunächst wurden die Daten zu den Verletzten geklärt, während Rettungskräfte und Mediziner das Gelände untersuchten. Die Arbeit der Dienste wurde erschwert, da russische Truppen den Rajon Dnipro erneut angriffen, als die Kräfte bereits mit der Beseitigung der Folgen des ersten Einschlags beschäftigt waren.
Laut aktualisierten Daten benötigten sechs Personen medizinische Hilfe. Derzeit befinden sich fünf Verletzte in Krankenhäusern. Drei von ihnen erlitten schwere Verletzungen und stehen unter strenger ärztlicher Beobachtung. Die Mediziner leisten weiterhin die notwendige Hilfe, und die zuständigen Dienste arbeiten an der Beseitigung der Folgen des Beschusses.
Angriff auf ein Öltankterminal in Sankt Petersburg
Parallel zu den Ereignissen in der Ukraine wurde in der Nacht zum 3. Juni ein Öltankterminal im Hafen von Sankt Petersburg getroffen. Das Objekt wurde von Drohnen angegriffen. Nach einer Serie von Explosionen brach ein Großbrand aus, der bis zum Morgen eine erhebliche Fläche einnahm.
Augenzeugen berichteten von neuen Detonationen vor dem Hintergrund des sich ausbreitenden Feuers. Vor Beginn des Angriffs wurde in der Stadt eine Warnung vor dem Einsatz von Drohnen ausgesprochen. Einwohner und Augenzeugen veröffentlichten Videoaufnahmen vom Tatort: Auf den Aufnahmen sind laute Explosionen zu hören, und über dem Hafengebiet steigen dichte Wolken aus schwarzem Rauch auf, die aus großer Entfernung sichtbar sind.