Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 tritt in die entscheidende Phase ein. In der Nacht zum 6. Juli finden zwei entscheidende Achtelfinalspiele statt, in denen sich die Nationalmannschaften Brasiliens und Norwegens sowie Englands und Mexikos gegenüberstehen. Diese Spiele versprechen eine echte Herausforderung für die Favoriten, die sich mit Mannschaften messen müssen, die in ausgezeichneter Form sind.

Brasilien gegen Norwegen: Wikinger gegen die Fünffachweltmeister

Das Treffen zwischen Brasilien und Norwegen verspricht äußerst spannend zu werden. Trotz ihres Status als Favorit haben die „Seleção“ unter der Leitung von Carlo Ancelotti eine unangenehme Statistik gegen die Skandinavier: In der gesamten Geschichte der Rivalität haben die Brasilianer Norwegen noch nie besiegt (2 Unentschieden und 2 Niederlagen). Das einzige Spiel bei einer Weltmeisterschaft, das 1998 stattfand, endete mit einem Sieg der „Wikinger“ mit 2:1.

Beim aktuellen Turnier zeigen die Brasilianer ein instabiles Spiel. Nach einem Unentschieden gegen Marokko (1:1) schlug die Mannschaft Haiti (3:0) und Schottland (3:0), hatte aber im Sechzehntelfinale Mühe, Japan mit 2:1 zu besiegen. Die Situation wird durch personelle Probleme verschärft: Lucas Paquetá und Rafinha werden das Spiel wegen Verletzungen verpassen.

Die Norweger hingegen haben die Gruppenphase souverän gemeistert und Siege gegen den Irak (4:1) und Senegal (3:2) errungen sowie die Elfenbeinküste (2:1) im ersten Playoff-Runde bezwungen. Der Hauptstern der Mannschaft, Erling Haaland, befindet sich in optimaler Form und hat bereits zwei Doppelschüsse beim Turnier erzielt. Eine solide Abwehr und der Haaland-Faktor könnten den Favoritenstatus der Brasilianer neutralisieren.

England gegen Mexiko: Schlacht in der Höhe

Das zweite Achtelfinalspiel findet zwischen England und Mexiko statt. Die Mexikaner unter der Leitung von Javier Aguirre zeigen eine phänomenale Form und haben vier Turnierspiele mit 100%iger Erfolgsquote absolviert. Sie errangen Siege gegen Südafrika (2:0), Südkorea (1:0), Tschechien (3:0) und Ecuador (2:0) im Sechzehntelfinale. Das Hauptmerkmal der „Grünen“ ist eine solide Abwehr (0 kassierte Tore) und eine frühe Vorbereitung der Mannschaft, was sie physisch auf jede Herausforderung vorbereitet.

Englands Mannschaft unter Thomas Tuchel wirkte weniger überzeugend. In der Gruppe besiegte die Mannschaft Kroatien (4:2) und Panama (2:0), spielte gegen Ghana unentschieden (0:0) und bezwang die DR Kongo im Sechzehntelfinale minimal mit 2:1 dank eines Doppelschusses von Harry Kane. Tuchel hat das Spiel der Mannschaft erheblich umgestaltet, flexibler, aber pragmatischer gemacht.

Die Engländer haben Probleme mit der Kaderzusammensetzung: Die verletzten Verteidiger Reece James und Jarrell Quansah werden definitiv nicht spielen. Der Schlüsselmittelfeldspieler Declan Rice hat Probleme mit dem Oberschenkelmuskel, ist aber bereit, auf das Feld zu gehen, da es keine Ersatzoption für ihn neben Elliot Anderson gibt.

Einen zusätzlichen Vorteil für Mexiko wird das Stadion „Azteca“ bieten, das in 2200 Metern Höhe über dem Meeresspiegel liegt, wo es den Gästen aufgrund des Sauerstoffmangels viel schwerer fallen wird, das Tempo zu halten. Die englische Mannschaft spielt zum ersten Mal seit dem Drama im Viertelfinale der WM 1986 im „Azteca“, als sie Argentinien mit 1:2 unterlag. Genau in diesem Spiel half Diego Maradona die „Hand Gottes“.

Wo die Spiele zu sehen sind

Die Live-Übertragung der Spiele in der Ukraine wird auf dem Medienservice Megogo für Abonnenten von MEGOPACK und „Sport“ sowie in MEGOPACK N+S und MEGOPACK Y verfügbar sein. Fußballfans werden spannende Spiele verfolgen, die den weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft bestimmen könnten.