---
title: "„Wir machen eine Show“: In Breslau zerstritten sich Abgeordnete wegen des Schutzes von Ukrainern"
description: "In Breslau verabschiedeten die Abgeordneten eine Resolution gegen Gewalt auf ethnischer Grundlage, doch die Sitzung wurde von einem Streit überschattet: „Recht und Gerechtigkeit“ verlangte die Rückkehr wehrfähiger Männer in die Ukraine."
date: 2026-08-27T11:16:04.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/breslau-abgeordnete-resolition-schutz-ukrainer
tags: [wroclaw, poland, ukraine, piis, xenophobia, city-council]
publisher: "XAB.info"
---

# „Wir machen eine Show“: In Breslau zerstritten sich Abgeordnete wegen des Schutzes von Ukrainern

![Sitzung des Stadtrats von Breslau: Stadträte streiten über den Schutz ukrainischer Flüchtlinge](https://xab.info/media/2026/08/27/vroclaw-deputaty-resolyuciya-ukrajincy/vroclaw-deputaty-resolyuciya-ukrajincy-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Der Breslauer Stadtrat unterstützte eine Resolution gegen Gewalt auf ethnischer Grundlage und für die Offenheit der Stadt gegenüber allen Bewohnern.
- In der Resolution werden ein Angriff von drei Männern auf zwei Ukrainer und ein Messerangriff auf eine polnische Frau erwähnt, den laut Dokument ein Ukrainer verübte.
- Die PiS-Abgeordneten schlugen eine Änderung zur Verurteilung „pauschaler Vorwürfe“ gegen Polen vor und verlangten die Rückkehr wehrfähiger ukrainischer Männer ohne gültige Genehmigung in die Ukraine.
- Der PiS-Vertreter Smigieljski warf Kiew „Undankbarkeit“ wegen der Benennung einer militärischen Einheit nach den Helden der UPA vor; Vizebürgermeister Kessler nannte solche Worte eine Schande für Stadt und Land.

Bei der Sitzung des Breslauer Stadtrats unterstützten die Abgeordneten eine Resolution, die Gewalt auf ethnischer Grundlage verurteilt. Das Dokument erklärt, dass die Stadt für alle offen und gastfreundlich bleiben muss, die sie zu ihrem Zuhause gewählt haben, unabhängig von ihrer Nationalität. Die Annahme der Resolution erfolgte jedoch vor dem Hintergrund eines heftigen öffentlichen Streits darüber, wie genau ukrainische Bürger zu schützen seien, und verwandelte sich in einen Zusammenprall zweier politischer Linien.

### Resolution zur Offenheit der Stadt

### 

Der zentrale Gedanke des angenommenen Dokuments ist die Inklusivität Breslaus. Die Autoren der Resolution betonen, dass die Stadt jedem Bewohner unabhängig von seiner Herkunft gastfreundlich sein muss. Dieser Ansatz soll, so die Absicht der Initiatoren, eine Norm der Toleranz setzen und signalisieren, dass Gewalt auf ethnischer Grundlage in jeder Form und in jede Richtung unzulässig ist.

### Fälle von Gewalt, die im Dokument erwähnt werden

Zur Begründung der Resolution führten die Autoren mehrere konkrete Episoden an, die ihren Angaben zufolge in Breslau stattfanden. Darunter ein Angriff von drei Männern auf zwei ukrainische Bürger sowie ein brutaler Messerangriff auf eine polnische Frau, den laut Dokumententext ein Ukrainer verübte. Auf diese Weise wird die Gewalt in der Resolution in beide Richtungen verurteilt, ohne sie an eine Nationalität zu binden.

### Änderungsvorschlag der „Recht und Gerechtigkeit“ und Forderungen an Kiew

Während der Debatte reichten Abgeordnete der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) einen Änderungsantrag ein: pauschale Vorwürfe gegen Polen, polnische Frauen und die Breslauer Gemeinde, Aggression, Xenophobie oder Hass auf ethnischer Grundlage zu begehen, zu verurteilen. Darüber hinaus forderten Vertreter der Partei die Regierung und den Sejm auf, den „Status“ ukrainischer Bürger im wehrfähigen Alter, die sich ohne gültige Genehmigung in Polen befinden, „unverzüglich zu regeln“, und verlangten ihre Rückkehr in die Heimat und den Beginn des Militärdienstes.

### „Ein Speichel ins Gesicht“: Vorwürfe der Undankbarkeit und die Reaktion des Vizebürgermeisters

Mit Vorwürfen gegen Kiew trat der PiS-Vertreter Sławomir Smigieljski hervor und erklärte, dass die Ukraine Polen angesichts des Krieges mit Russland nicht dankbar sei. „Was haben wir dafür bekommen? Enorme Undankbarkeit. Präsident Selenskyj benennt eine der Einheiten nach den Helden der UPA. Wir halten das für einen Speichel ins Gesicht Polens und der Polen“, erklärte er. Der linke Vizebürgermeister Richard Kessler versuchte, die Rhetorik zu unterbinden, und erklärte, dass solche Worte dem Ruf des Landes schaden: „Wir machen unsere Stadt und unser Land mit solchen furchtbaren Worten zum Gespött. Wir machen eine Show und werden uns dafür vor der ganzen Welt schämen müssen.“

### Widersprüchliche Angaben

Die Positionen der beiden Seiten unterschieden sich auf der Sitzung erheblich. Die Autoren der Resolution und Vizebürgermeister Kessler bestanden auf der Offenheit der Stadt für alle Bewohner unabhängig von ihrer Nationalität und darauf, dass Vorwürfe der Xenophobie gegenüber Polen die Verurteilung der Gewalt gegen Ukrainer nicht überlagern dürfen. Die PiS-Abgeordneten verlangten hingegen, die Verurteilung „pauschaler Vorwürfe“ gegen Polen und polnische Frauen in das Dokument aufzunehmen, und verknüpften den Schutz der Ukrainer mit ihrer Rückkehr in die Ukraine und dem Wehrdienst sowie mit dem Vorwurf der „Undankbarkeit“ gegenüber Kiew wegen der Benennung einer militärischen Einheit nach den Helden der UPA. Diese beiden Linien – die inklusive Resolution und der Änderungsantrag mit Forderungen an die ukrainischen Bürger – bildeten den Hauptwiderspruch der Sitzung.

Ergebnis war die Annahme einer Resolution gegen Gewalt auf ethnischer Grundlage, doch der Verlauf der Debatte legte erneut die wachsende Spannung im polnischen öffentlichen Raum um den Status ukrainischer Flüchtlinge und die militärische Mobilmachung offen, die laut jüngsten Umfragen einer der Hauptgründe für die Verschlechterung der Haltung eines Teils der Polen gegenüber Ukrainern bleibt.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [„Wir machen eine Show“: In Polen zerstritten sich Abgeordnete wegen des Schutzes von Ukrainern](https://www.rbc.ua/ukr/news/mi-vlashtovuemo-skandal-polshchi-deputati-1787829136.html) - Единственный источник; подробно описывает резолюцию, упомянутые случаи насилия, поправку PiS, требования к украинским гражданам призывного возраста и цитаты Смигельского и Кесслера. Конкретная дата заседания в источнике не указана.

## ❓ FAQ

### Q: Was genau haben die Abgeordneten von Breslau verabschiedet?
**A:** Die Abgeordneten des Stadtrats unterstützten eine Resolution gegen Gewalt auf ethnischer Grundlage, die erklärt, dass Breslau für alle Bewohner unabhängig von ihrer Nationalität offen und gastfreundlich sein muss.

### Q: Welche Fälle von Gewalt werden in der Resolution erwähnt?
**A:** Im Dokument werden ein Angriff von drei Männern auf zwei Ukrainer und ein brutaler Messerangriff auf eine polnische Frau genannt, den laut Dokument ein Ukrainer verübte.

### Q: Was schlugen die Abgeordneten der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ vor?
**A:** Sie schlugen eine Änderung zur Verurteilung „pauschaler Vorwürfe“ gegen Polen, polnische Frauen und die Breslauer Gemeinde vor und riefen die Regierung und den Sejm auf, den „Status“ ukrainischer Bürger im wehrfähigen Alter ohne gültige Genehmigung „unverzüglich zu regeln“, und verlangten deren Rückkehr und den Beginn des Militärdienstes.

### Q: Wie kommentierte Vizebürgermeister Richard Kessler den Streit?
**A:** Kessler erklärte, dass solche Aussagen dem Ruf Polens schaden, und sagte: „Wir machen unsere Stadt und unser Land mit solchen furchtbaren Worten zum Gespött. Wir machen eine Show und werden uns dafür vor der ganzen Welt schämen müssen.“