In Kiew hat die feierliche Enthüllung der 54. Bronzenen Mini-Skulptur im Rahmen des beliebten kulturhistorischen Projekts „Schukaj!“ (Suche!) von Julija Bewsenko stattgefunden. Das neue Kunstobjekt in den Straßen der Hauptstadt ist der herausragenden Tänzerin, Innovatorin und Choreografin Bronislawa Nijinska gewidmet, die einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung der Weltballett Kunst des 20. Jahrhunderts geleistet hat.
Die historische Bedeutung der „Schule der Bewegung“ in Kiew
Bereits im Jahr 1919 eröffnete Bronislawa Nijinska in der ukrainischen Hauptstadt ihre eigene „Schule der Bewegung“. In dieser Bildungseinrichtung entwickelte sie aktiv eine fortschrittliche avantgardistische choreografische Sprache, wobei sie danach strebte, nicht nur mechanische Ausführende, sondern vollwertige Künstler heranzubilden, die zu eigenständigem Denken, Musikempfinden und Schaffen auf der Bühne fähig sind. Unter ihren talentierten Schülern befand sich der aus Kiew stammende Serge Lifar, der später weltweite Berühmtheit erlangte und zu den einflussreichsten Choreografen seiner Zeit zählte.
Entkolonisierung des Erbes und moderner Kontext
Die Autoren und Förderer des Projekts betonen, dass das Erscheinen dieser Miniaturskulptur ein wichtiger Akt der Wiederherstellung historischer Gerechtigkeit und der Entkolonisierung des heimischen Kulturerbes ist. Die Mäzenin dieser Initiative war Olha Mosenko (Olha Morozenko), künstlerische Leiterin des Kiewer Staatlichen Berufskollegs für Choreografie „Tetjana Tajakina“ und ehemalige Solistin der Nationaloper der Ukraine. Ihrer Ansicht nach symbolisiert die Rückkehr des Namens Nijinska in ihre Heimatstadt während der heutigen Herausforderungen die Widerstandskraft und Kontinuität der Generationen ukrainischer Schöpfer.
Wo man die neue Mini-Skulptur findet und Projektdetails
Die Bronzeminiatur von Bronislawa Nijinska wurde an der historischen Fassade der Nationaloper der Ukraine in der Lysenko-Straße 5 angebracht. Zu sehen ist das neue Symbol der Hauptstadt direkt unter den Fenstern des Probesaals des Theaters. Geschaffen wurde die Skulptur von dem talentierten Meister Jurij Biljawskyj, der das Bild der legendären Tänzerin in Metall verewigte, welche trotz aller Herausforderungen der Kriegszeit weiterhin zeitgenössische Künstler inspiriert.