Der Leiter des Hauptnachrichtendienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Kyrylo Budanow, kommentierte in einem Interview mit RBC-Ukraine die Folgen der großangelegten Angriffe auf die Logistik des Gegners auf der Halbinsel. Der Chef der Behörde wandte sich an die Bewohner der Krim, die die Idee der Rückkehr der Region in die Ukraine unterstützen, und forderte sie auf, die aktuellen Schwierigkeiten mit Verständnis zu betrachten.
Soziale Folgen der Angriffe auf die Infrastruktur
Infolge erfolgreicher Langstreckenoperationen auf der Halbinsel sind ernsthafte Probleme bei der Grundversorgung entstanden. Laut Quellen gibt es in neun großen Ortschaften großflächige Stromausfälle. Dies führte zu einem Kaskadeneffekt: Wasserversorgungsstörungen und das Verschwinden von Benzin an den Tankstellen.
Budanow gab zu, dass diese Unannehmlichkeiten unvermeidlich die Bevölkerung beeinflussen. Er betonte jedoch, dass all diese Schwierigkeiten aus einer strategischen Aufgabe resultieren – der Untergrabung der Logistik der russischen Gruppe „Dnepr“ und der Sicherstellung, dass die Besatzungstruppen nicht versorgt werden können.
Botschaft von Budanow an die Bewohner der Krim
Im Gespräch mit Journalisten formulierte der Nachrichtenchef seine Position klar. Er wies darauf hin, dass Krim und Ukraine ein untrennbares Ganzes sind, dessen Verbindung nicht durchtrennt werden kann.
„Ich möchte, da ich die Gelegenheit habe, solchen Menschen sagen, die wirklich verstehen, dass die Krim die Ukraine ist und ein untrennbares Ganzes... dass sie das Geschehende mit Verständnis betrachten müssen“, erklärte Budanow.
Laut ihm sind trotz Strom- und Wasserausfällen all diese Unannehmlichkeiten durch das „große Ziel“ gerechtfertigt – der Rückkehr nach Hause.
Angriffe auf die Treibstofflogistik und Abwanderung von Kollaborateuren
Gestern führten die Spezialkräfte (SSO) Angriffe auf Schlüsselobjekte der Treibstoffinfrastruktur durch. Eine weitere Ölraffinerie und ein Öltanker wurden getroffen. Infolge der Angriffe entstanden großflächige Brände, die Teile der logistischen Ketten des Gegners lahmlegten.
Die Wirksamkeit dieser Angriffe führte dazu, dass auf der Halbinsel Benzin knapp wurde. Unter den Bedingungen von Treibstoffmangel und Instabilität verlassen viele Kollaborateure die Krim in Eile, da sie um ihre Sicherheit und ihre Zukunftschancen fürchten.
Laut Budanow besteht die aktuelle strategische Aufgabe der Ukraine darin, die südliche Logistik des Feindes vollständig abzuschneiden und der Gruppe „Dnepr“ die Möglichkeit zu nehmen, Ressourcen über die Halbinsel zu erhalten.