Die Intensivierung russischer Angriffe auf ukrainische Tankstellen stellt eine ernste Herausforderung für das Land dar, doch in Kiew bleibt die Situation unter Kontrolle. Dies erklärte Kirill Budanow, Leiter des Präsidentenbüros, in einem exklusiven Interview mit RBC-Ukraine.
Fokus auf Grenzregionen
Der Leiter des Präsidentenbüros erinnerte daran, dass Russland in den letzten Jahren die Angriffe auf ukrainisches Territorium kontinuierlich verstärkt hat. Im Fall der Treibstoffinfrastruktur richtet sich der Gegner gezielt auf die Grenzregionen.
„Das ist ein riesiges Problem, aber wir werden es lösen“, versicherte Budanow.
Keine Krise in der Hauptstadt
Besonderes Augenmerk legte Budanow auf die Lage in Kiew. Er rief die Einwohner der Hauptstadt auf, sich keine Sorgen wegen eines Treibstoffmangels zu machen.
„Ich sehe keine Anzeichen dafür“, betonte der Leiter des Präsidentenbüros und bestätigte, dass in der Stadt keine Voraussetzungen für eine Treibstoffkrise bestehen.
Folgen der Angriffe und Reaktion der Partner
Zuvor berichtete RBC-Ukraine über konkrete Vorfälle, die die neue Taktik des Gegners bestätigen. Die russische Armee griff Tankstellen in Saporischschja an. Nach neuesten Angaben kamen bei dem Angriff zwei Menschen ums Leben, neun weitere wurden verletzt.
Auch ein Angriff auf eine SOCAR-Tankstelle in der Oblast Mykolajiw wurde registriert. Vor diesem Hintergrund forderte Aserbaidschan von Moskau offizielle Erklärungen.
Warnungen lokaler Behörden
Die Lage vor Ort erfordert Wachsamkeit. Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terekhow, warnte die Stadtbewohner davor, dass Tankstellen tatsächlich zu Zielen russischer Angriffe geworden sind. Der Beamte erläuterte den Einwohnern zudem, wie sie sich in der aktuellen Situation verhalten sollten, um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten.