---
title: "Ein Budget von 10 Milliarden Hrywnja: Wie externe Hilfe die ukrainische Bildung rettet und warum Mathematik erneut bedroht ist"
description: "Die ukrainische Bildung lebt von Geldern der Geber: Das Budget des Sektors ist dank externer Finanzierung um 10 Milliarden Hrywnja gestiegen. Minister Lysowij gab die vollständige Abhängigkeit von der Hilfe zu und berichtete über Pläne zur Reform der Universitäten. 🔥 Parallel diskutiert das Parlament die Abschaffung der Mathematik im NMT, was bei Experten auf heftigen Protest stößt."
date: 2026-06-08T14:16:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/budget-ukrainischer-bildung-10-milliarden-hrywnja-und-streit-um-nmt-de
tags: []
publisher: "XAB.info"
---

# Ein Budget von 10 Milliarden Hrywnja: Wie externe Hilfe die ukrainische Bildung rettet und warum Mathematik erneut bedroht ist

![Ukrainischer Bildungsminister Serhiy Shkarlet bei einer Sitzung mit ukrainischen Flaggen, die ein Budget von 100 Milliarden Griwnja und Bedrohungen für Mathematik in Schulen diskutieren](https://xab.info/media/2026/06/08/byudzhet-ukrainskogo-obrazovaniya-100-mlrd-griven-i-spory-vokrug-nmt/byudzhet-ukrainskogo-obrazovaniya-100-mlrd-griven-i-spory-vokrug-nmt-1.webp)

Das ukrainische Bildungssystem steht im Krieg vor beispiellosen Herausforderungen, hat jedoch Wege zum Überleben und zur Entwicklung gefunden. Der Bildungs- und Wissenschaftsminister Oksen Lysowij nannte schockierende Statistiken: In den letzten drei Jahren ist das Budget des Sektors um 10 Milliarden Hrywnja gestiegen. Wie sich jedoch herausstellte, war dieses Wachstum ausschließlich durch externe Ressourcen möglich.

### Vollständige Abhängigkeit von externer Finanzierung

Während der Konferenz „Bildung des neuen Ukraine 2.0“ gab der Leiter des Bildungsministeriums zu, dass die Mobilisierung interner Investitionen unter den aktuellen Gegebenheiten äußerst schwierig ist. „Gegenwärtig wird die gesamte Bildung von außen finanziert“, konstatierte Lysowij. Dank internationaler Partner konnten umfangreiche Projekte verwirklicht werden, darunter die Einrichtung moderner Labore und sechs Forschungszentren.

Eine Schlüsselrolle dabei spielte das vom Weltbank finanzierte CampEX-Programm. Diese Mittel ermöglichten es, das System nicht nur zu erhalten, sondern auch die Modernisierung kritischer Knotenpunkte von Wissenschaft und Bildung zu beginnen.

### Kampf gegen veraltete Infrastruktur

Trotz des Zuflusses von Mitteln verschweigt der Minister nicht, dass das Problem akut bleibt. Das Haupthindernis für die Entwicklung ist der physische Zustand der Bildungseinrichtungen. Lysowij beschrieb die Situation als Kampf gegen eine veraltete Infrastruktur: von verschlissenem Equipment bis hin zum Fehlen sozialer Räume, die für Kreativität und Innovation notwendig sind.

Das Ministerium hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, gleiche Bedingungen für alle Studierenden zu gewährleisten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Berufsschulen. „Ein junger Mann sollte sich nicht schlechter fühlen, weil er sich für eine berufliche Ausbildung und nicht für ein Universitätsstudium entschieden hat“, betonte Lysowij. Priorität hat die Schaffung einer komfortablen sozialen Infrastruktur, einschließlich Studentenwohnheimen, die es den Studierenden ermöglichen, ein erfülltes Leben außerhalb der Hörsäle zu führen.

### Revolution im Hochschulmanagement

Die Modernisierung betrifft nicht nur Mauern und Geräte, sondern auch das Personal. In drei Jahren haben mehr als 40 Universitäten (nach neuesten Daten bereits fast 50) eine neue Führungsspitze erhalten. Laut Minister ist dies nicht nur ein Wechsel der Namen auf den Schildern, sondern eine fundamentale Veränderung der Kultur innerhalb der Einrichtungen.

Die Behörden sind bereit, unpopuläre Entscheidungen zu treffen und etablierte Stereotypen in der wissenschaftlichen Szene zu brechen, um einen qualitativen Sprung in der Entwicklung der Bildung zu erreichen.

### Streit um das NMT: Mathematik unter Beschuss?

Parallel zu den infrastrukturellen Veränderungen entbrennt im Land ein Streit über die Zukunft der Nationalen Mehrfachfachprüfung (NMT). Im Parlament wurde ein Gesetzentwurf registriert, der eine radikale Änderung des Prüfungsformats bereits ab 2027 vorsieht.

Demnach soll Mathematik aus der Liste der Pflichtfächer gestrichen werden, wobei nur die ukrainische Sprache und die Geschichte der Ukraine verbleiben sollen. Dieser Vorschlag stieß jedoch auf harten Widerstand seitens des UCOKO. Experten der Organisation bestehen darauf, dass das Ergebnis in Mathematik ein wichtiger Indikator für den Erfolg zukünftiger Studenten ist und sein Ausschluss der Qualität der Auswahl für Universitäten schaden könnte.