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title: "Bulgarien ändert Kurs: Austritt aus der „Koalition der Entschlossenen' und Fokus auf Diplomatie"
description: "Bulgarien hat offiziell seinen Rückzug aus der „Koalition der Entschlossenen' erklärt und darauf hingewiesen, dass Diplomatie unzureichend genutzt wird. Außenministerin Welislaw Petrowa-Tschamowa bestätigte in Kiew: Sofia wird die Ukraine weiterhin mit Energieressourcen unterstützen, wird aber keine Militärkoalitionen außerhalb des Rahmens der EU und NATO unterstützen. 🇧🇬🇺🇦"
date: 2026-07-16T10:14:04.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/bulgarien-aenderung-des-kurses-ausstieg-aus-der-koalition-der-entschlossenen-und-fokus-auf-diplomatie
tags: [velislava-petrova-chamova, rumen-radev, coalition-of-the-willing, bulgaria, ukraine]
publisher: "XAB.info"
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# Bulgarien ändert Kurs: Austritt aus der „Koalition der Entschlossenen' und Fokus auf Diplomatie

![Bulgarische Politikerin vor den Flaggen der EU und Bulgariens, die den Kurswechsel des Landes von der 'Koalition der Willigen' zur Diplomatie symbolisiert](https://xab.info/media/2026/07/16/bolgariya-otkazyvaetsya-ot-koalitsii-reshitelnykh-i-stavka-na-diplomatiyu/bolgariya-otkazyvaetsya-ot-koalitsii-reshitelnykh-i-stavka-na-diplomatiyu-1.webp)

In Kiew fand ein wichtiges Treffen statt, das einen neuen Kurs der Außenpolitik Sofias festlegte. Die bulgarische Außenministerin Welislaw Petrowa-Tschamowa, die sich in der ukrainischen Hauptstadt aufhielt, erläuterte die Position ihrer Regierung bezüglich des aktuellen Krieges. Ihrer Meinung nach wird das diplomatische Instrumentarium zur Beendigung des Konflikts unzureichend genutzt, doch die Unterstützung der Ukraine, insbesondere im Energiesektor, bleibt eine Priorität.

### Gründe für den Austritt aus der Koalition

Ein zentraler Punkt der Diskussion war die Haltung Bulgariens gegenüber der „Koalition der Entschlossenen'. Bereits am 14. Juli hatte Premierminister Rumen Radev offiziell den Austritt des Landes aus diesem Format angekündigt. Der bulgarische Regierungschef erklärte, dass das Kabinett in Sofia eine Initiative nicht unterstützen könne, die die Fortsetzung der militärischen Hilfe über diplomatische Bemühungen um Frieden stellt.

Welislaw Petrowa-Tschamowa bestätigte diese Haltung bei Fragen von Journalisten in Kiew. Sie betonte, dass für einen nachhaltigen und gerechten Frieden gleichzeitig an drei Fronten gearbeitet werden muss:

    - Fortsetzung der Unterstützung der Ukraine;

    - Effektive wirtschaftliche Maßnahmen gegen Russland;

    - Ein diplomatischer Track, der die Parteien an den Verhandlungstisch führt.

„Wir sind der Ansicht, dass die dritte Komponente unzureichend genutzt wurde', stellte die Ministerin fest und betonte, dass Bulgarien bereit sei, jede diplomatische Initiative sowie die Sanktionspolitik der EU zu unterstützen.

### Energiesicherheit und die „Anti-Ballistische Koalition'

Trotz der Rhetorikänderung in Fragen der militärischen Hilfe plant Sofia nicht, die praktische Unterstützung Kiews aufzugeben. Petrowa-Tschamowa hob die Frage der Energiesicherheit im Vorfeld des Winters besonders hervor. Dank ihrer geografischen Lage an der Kreuzung kritisch wichtiger Routen ist Bulgarien in der Lage, die Ukraine mit Gas und anderen Energieressourcen zu versorgen.

„Dies ist einer der Bereiche, an denen wir derzeit aktiv arbeiten', präzisierte die Außenministerin.

Neben dem Austritt aus der „Koalition der Entschlossenen' distanzierte sich die bulgarische Regierung auch von der sogenannten „Anti-Ballistischen Koalition'. Bei der Kommentierung dieser Initiative, an der 10 Länder beteiligt sind, erklärte Premierminister Rumen Radev, dass Fragen der kollektiven Sicherheit ausschließlich im Rahmen der EU und der NATO gelöst werden sollten, wo Bulgarien Gewicht hat, und nicht in externen Formaten.