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title: "Bulgarien gegen NATO: Skandal um den Kauf polnischer MiG-29 und das „Friedhof sowjetischer Luftfahrt“"
description: "In Bulgarien entzündet sich ein Skandal wegen des Plans des Verteidigungsministers, polnische MiG-29 zu kaufen. Die Opposition bezeichnet dies als Schritt zur Verwandlung des Landes in einen „Friedhof sowjetischer Luftfahrt“, und Jugendaktivisten parkten einen „Moskwitsch“ vor dem Gebäude des Ministeriums. 🇧🇬✈️🚗"
date: 2026-08-03T06:50:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/bulgarien-gegen-nato-skandal-um-den-kauf-polnischer-mig-29
tags: [bulgaria, mig-29, poland, nato, ukraine]
publisher: "XAB.info"
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# Bulgarien gegen NATO: Skandal um den Kauf polnischer MiG-29 und das „Friedhof sowjetischer Luftfahrt“

![Polnisches MiG-29-Kampfflugzeug beim Start, das den Skandal um Bulgariens Kauf sowjetischer Flugzeuge veranschaulicht](https://xab.info/media/2026/08/03/bolgariya-protiv-nato-krizis-vokrug-pokupki-polshskikh-mig-29/bolgariya-protiv-nato-krizis-vokrug-pokupki-polshskikh-mig-29-1.webp)

Im bulgarischen politischen Raum hat sich ein resonanter Skandal entzündet, ausgelöst durch die Absicht des Verteidigungsministeriums, Jagdflugzeuge sowjetischer Bauart MiG-29 sowie Ersatzteile dafür von Polen zu erwerben. Die Initiative des Verteidigungsministers Dimitar Stojanov stieß auf scharfe Kritik seitens der parlamentarischen Opposition und Jugendorganisationen.

### Forderung nach „westlicher Technik“

Als einer der ersten trat der Abgeordnete der Koalition „Demokratisches Bulgarien“, Iwailo Mirtschew, mit einer scharfen Erklärung hervor. Nach seiner Meinung sollte die Strategie der Rüstung des Landes ausschließlich auf dem Erwerb moderner Flugzeuge basieren, die den NATO-Standards entsprechen. Der Politiker äußerte sein Unverständnis darüber, dass Bulgarien in einem Moment, in dem es sich in den westlichen Militärblock integrieren sollte, den Kauf sowjetischer MiG-29 erwägt.

Mirtschew warnte davor, dass das Land nicht zum „Friedhof sowjetischer Luftfahrt“ werden dürfe. Er erinnerte daran, dass viele NATO-Mitgliedsstaaten bereits auf den Betrieb dieser Jagdflugzeuge verzichten, und Bulgarien sollte nicht gegen diesen Trend verstoßen.

### Aktion mit einem „Moskwitsch“ vor dem Verteidigungsministerium

Auch die Jugendorganisation „Ja, Bulgarien“ schloss sich der Kritik am Verteidigungsminister an. Als Zeichen des Protests veranstalteten Vertreter der Bewegung eine Demonstration vor dem Gebäude des Verteidigungsministeriums, indem sie dort einen alten PKW der Marke „Moskwitsch“ parkten.

Die Organisatoren erklärten ihre Aktion damit, dass Dimitar Stojanov eine offensichtliche Nostalgie nach der sozialistischen Vergangenheit zeige. Nach ihren Worten, wenn der Minister bestrebt ist, Technik aus der Sowjetzeit in die Armee zurückzuholen, dann müsste logischerweise ein „Moskwitsch“ in seiner privaten Garage stehen. Ein Vertreter der Organisation, Todor Petrow, erklärte, dass Stojanov unbegründete Entscheidungen treffe, und sei kategorisch dagegen, dass Bulgarien zur „Müllhalde“ alter russischer Militärtechnik werde.

### Konkurrenz um polnische Jagdflugzeuge

Angesichts der inneren Streitigkeiten in Sofia kompliziert sich die Situation durch den geopolitischen Kontext. Die Ukraine versucht seit langem, sich mit Warschau über die Übergabe von MiG-29-Jagdflugzeugen für die Bedürfnisse der ukrainischen Streitkräfte zu einigen. Allerdings wurde kürzlich bekannt, dass die bulgarischen Behörden ebenfalls ernsthaftes Interesse an diesen Flugzeugen gezeigt haben, was einen Wettbewerb um eine begrenzte Ressource schafft.

Zuvor wurden in Polen verschiedene Szenarien für das Schicksal dieser Maschinen diskutiert, einschließlich der Möglichkeit, sie außer Dienst zu stellen, anstatt sie an Kiew zu übergeben. Dennoch haben die ukrainischen Behörden ihre Bereitschaft bestätigt, die Verhandlungen mit der polnischen Seite über die Bereitstellung von Jagdflugzeugen fortzusetzen, trotz des Auftretens eines neuen Bewerbers für diese Technik.