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title: "Bulgarien verlässt die Koalition der Willigen: Sofia lehnt militärische Hilfe für Kiew ab"
description: "Bulgarien ist offiziell aus der Koalition der Willigen ausgetreten und hat die militärische Hilfe für Kiew abgelehnt. Ministerpräsident Rumen Radev betonte die Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung des Konflikts und Pragmatismus in den Beziehungen zu Russland, obwohl der kommerzielle Waffenverkauf weitergeht. 🇧🇬🚫🇺🇦"
date: 2026-07-14T13:08:00.000Z
lang: de
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tags: [rumen-radev, bulgaria, coalition-of-the-willing, ukraine, donald-tusk]
publisher: "XAB.info"
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# Bulgarien verlässt die Koalition der Willigen: Sofia lehnt militärische Hilfe für Kiew ab

![EU-Ratsitzung: Bulgarien lehnt militärische Hilfe für die Ukraine ab](https://xab.info/media/2026/07/14/bolgariya-vyshla-iz-kalitsii-zhelayushchih-otkaz-ot-pomoshchi-kiyevu/bolgariya-vyshla-iz-kalitsii-zhelayushchih-otkaz-ot-pomoshchi-kiyevu-1.webp)

Bulgarien beendet offiziell seine Teilnahme an der Koalition der Willigen (Coalition of the Willing) und verzichtet auf weitere militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine. Dies erklärte der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radev, dessen Worte Bloomberg unter Berufung auf RBC-Ukraine zitiert.

### Kurswechsel: Von Waffen zur Diplomatie

Rumen Radev, der im Mai die Regierung übernahm, hat den Kurs auf eine Überprüfung der Beziehungen zu Kiew eingeschlagen. Laut dem Ministerpräsidenten ist Sofia nicht länger bereit, an Formaten teilzunehmen, die auf eine ausschließlich militärische Beilegung des Konflikts bestehen. Radev ist überzeugt, dass eine Eskalation nur durch eine starke diplomatische Mission gestoppt werden kann.

Der Regierungschef betonte die Notwendigkeit des Aufbaus „pragmatischer' Beziehungen zu Russland, lehnte jedoch Vorwürfe pro-russischer Sympathien kategorisch ab. Seine Position hat für Aufsehen gesorgt, da Bulgarien zuvor ein aktiver Teilnehmer von Initiativen zur Unterstützung der Ukraine war.

### Tatsachen und Zahlen: Was sich in der Praxis geändert hat

Die Entscheidung, die Koalition zu verlassen, hat sich bereits in den Aktionen Sofias niedergeschlagen. Bulgarien entsandte keinen Vertreter zur letzten Zusammenkunft der Koalitionsteilnehmer in Paris. Dies war der erste Schritt hin zu einem vollständigen Bruch mit dem Format.

Nach dem Machtantritt im Mai hat die Regierung Radevs die direkte Waffenlieferung an die Ukraine offiziell ausgesetzt. Dabei ist ein wichtiger Aspekt zu beachten: Das Land hat den kommerziellen Verkauf von Waffen und Munition an Kiew nicht eingestellt. Bulgarien bleibt einer der größten Produzenten von Geschossen sowjetischen Kalibers in der EU, die eine Schlüsselrolle bei der Versorgung der ukrainischen Armee zu Beginn der umfassenden Invasion spielten.

### Reaktion der Partner und Pläne der Koalition

Die Entscheidung Sofias steht im Widerspruch zu den Aussagen über die Erweiterung der Koalition. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor mitgeteilt, dass die Initiative weiterhin neue Teilnehmer anzieht. Im Ergebnis der Pariser Besprechung einigten sich die teilnehmenden Länder auf die Abhaltung des nächsten Gipfeltreffens bereits auf ukrainischem Territorium und kündigten den Beitritt zweier neuer Staaten an.

Trotz des Austritts Bulgariens intensivieren die Partner ihre Aktivitäten. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk teilte mit, dass im Herbst erstmals in Polen militärische Übungen der Koalition der Willigen stattfinden werden. Ihr Hauptziel wird die Erprobung von Mechanismen zur Gewährleistung der Sicherheit der Ukraine sein.