Am 22. September 2026 endete in London die Saison der London Fashion Week, und ihr letzter Akkord war die Präsentation der Kollektion Burberry Spring 2027. Das britische Haus, das traditionell die Hauptshow in London abschließt, stellte eine Linie unter dem Namen «In voller Blüte» (In Bloom) vor, in der das markante Tartan-Karo der Marke erstmals in diesem Maßstab mit lebendigen Blumen- und Pflanzenmustern verwoben wurde. An der Kollektion arbeitete der Kreativdirektor der Marke Daniel Lee in enger Zusammenarbeit mit der legendären britischen Textildesignerin Celia Birtwell, deren handgefertigte Muster das visuelle Herzstück der gesamten Linie bildeten.

Zusammenarbeit mit Celia Birtwell: von den Archiven zum Laufsteg

Celia Birtwell, deren Name in der Welt des Textildesigns längst ein Synonym für britisches Handwerk ist, schuf für die Kollektion eine Reihe handgefertigter grafischer Muster. Zu den wichtigsten Motiven zählten Mimose, Lavendel, Blaubeere und andere Blumen- und Pflanzenelemente, die Birtwell an die Größe der Laufsteg-Looks anpasste. Die Designerin ergänzte zudem eigene Archivdrucke mit charakteristischen «lustigen Gesichtern», die Strickwaren und Accessoires schmückten und der Kollektion eine spielerische, fast erzählerische Note verliehen. Auf dem Laufsteg verwandelten sich diese Muster in reliefartige Stickereien auf Kleidern und Röcken, kleine Drucke auf Trenchcoats und verschwommene Pflanzenmotive auf Mänteln.

Neugestaltung des ikonischen Karos und Fokus auf Oberbekleidung

Besondere Aufmerksamkeit widmete Daniel Lee dem ikonischen Burberry-Karo, das er nicht einfach als wiedererkennbaren Markencode beibehielt, sondern im Dialog mit der Blumen-Grafik von Birtwell neu interpretierte. Im Zentrum der Kollektion stand die Oberbekleidung: von klassischen Trenchcoats bis hin zu Modellen aus Seiden-Taffeta und Faya mit voluminösem Saum, Falten und einem bewusst «zerknitterten» Effekt. Einzelne Varianten wurden aus leichtem, halbtransparentem Stoff gefertigt und so bestickt, dass die Grenze zwischen Oberbekleidung und Kleid verwischte. Auch die Schuhe der Linie erhielten dekorative Elemente, die mit dem Pflanzenmotiv korrespondierten.

Farbpalette und der Herrenbereich der Kollektion

Die Palette von «In Bloom» ist um lavendel- und bordeauxfarbene Töne aufgebaut und durch lebhafte Akzente in Gelb, Rosa, Grün und Blau ergänzt – Farben, die an einen im vollen Blütenschmuck stehenden Sommergarten erinnern. Der Herrenbereich der Kollektion ließ sich vom Streetstyle inspirieren: Er umfasst Anzüge, Hemden und klassische Trenchcoats mit Blumen- und Pflanzenmotiven sowie Jeans, karierte Kleidung und Sweatshirts mit Prints. So bewahrte Daniel Lee das Gleichgewicht zwischen der Romantik der Pflanzenmuster im Damenbereich und der für Burberry typischen utilitaristischen Ästhetik im Herrenbereich.

Stars auf der Show

Die Burberry-Show versammelte in der ersten Reihe eine Reihe bemerkenswerter Persönlichkeiten. Besondere Aufmerksamkeit der Presse erregte Rosie Huntington-Whiteley, die in einem Latex-Look erschien, sowie Jason Statham, dessen Anwesenheit auf der Londoner Show zu den besprochensten Momenten des Abends wurde. Beide Künstler wurden Teil des visuellen Narrativs der Kollektion und unterstrichen deren Verbindung zur britischen Popkultur.

Widersprüchliche Angaben

In einigen Quellen wird die Kollektion als «Sommer 2027» bezeichnet, während in den offiziellen Materialien von Burberry und im Haupttext die Bezeichnung «Spring 2027» verwendet wird. In der Modebranche werden diese Begriffe häufig als Synonyme (spring/summer) verwendet, streng genommen verweist «Spring» jedoch auf die Frühjahrs-Linie. Der Unterschied ist rein terminologischer Natur und beeinflusst den Inhalt der Kollektion nicht. Zu allen übrigen Fakten – dem Namen des Kreativdirektors, dem Namen der Zusammenarbeit, dem Namen der Kollektion und der Aufzählung der Motive – stimmen alle überprüften Quellen vollständig überein.