Der Mythos, dass das Leben in der Antarktis aus endlosen Konserven und Fertiggerichten besteht, ist widerlegt. Auf der Station „Akademik Wernadskyj“ leben die ukrainischen Forscher ein erfülltes Leben, bei dem die Ernährung nicht nur traditionelle Gerichte, sondern auch Burger umfasst, und das Brot wird direkt vor Ort gebacken. Dies berichtet das Nationale Antarktische Wissenschaftszentrum (NASZ) und widerlegt damit Mythen über eine karge Ernährung in polaren Breiten.

Logistik des Überlebens: Vorräte für Monate

Die Station „Akademik Wernadskyj“, gelegen auf der Galindez-Insel in der Westantarktis, befindet sich in einer Umgebung, in der die Lieferung von Lebensmitteln nur wenige Male im Jahr möglich ist. Aufgrund des rauen Klimas und der komplexen Logistik planen die Polarforscher ihr Menü nicht für eine Woche, sondern für Monate im Voraus. Die Vorräte werden mit einem erheblichen Puffer zusammengestellt: Selbst bei Lieferverzögerungen muss das Team über alles Notwendige für eine ausgewogene Ernährung verfügen.

Konserven sind zwar im Menü vorhanden, aber ihre Rolle hat sich geändert. Sie dienen nun eher als Reserve oder Grundnahrungsmittel für Expeditionen im Gelände und nicht als tägliche Ration im häuslichen Umfeld.

Küche am Rande der Welt: Von Brot bis Burger

Eine der größten Entdeckungen für viele ist die Tatsache, dass es auf der Station eine eigene Bäckerei gibt. Die Polarforscher essen frisches, „lokales“ Brot, das direkt auf der Basis gebacken wird. Dies ermöglicht es, einfache häusliche Rituale zu bewahren: Zum Frühstück bereitet sich das Team seine Lieblingsbrote zu und schafft so ein Gefühl von Gemütlichkeit auch unter extremen Bedingungen.

Das Menü auf der Station „Akademik Wernadskyj“ ist vielfältig und umfasst:

  • „Traditionelle" hausgemachte Gerichte;
  • Burger, die im Menü der Polarforscher durchaus real sind;
  • Frische Vorräte, die der Koch im Voraus zubereitet.

Das Ernährungssystem ist so organisiert, dass es das Leben des Teams erleichtert. Wenn der Hauptkoch frei hat, kochen andere Mitglieder der Expedition abwechselnd. Der Koch bereitet im Voraus Zutaten für Suppen vor, damit der Kochprozess für die anderen Teilnehmer so einfach wie möglich ist.

Medizinische Überwachung und wissenschaftliche Forschung

Die Gesundheit der Expeditionsmitglieder steht unter strenger Kontrolle. Ärzte führen monatliche Untersuchungen durch und legen besonderen Wert auf einen möglichen Mangel an Vitaminen und Spurenelementen. Gemäß dem Zeitplan werden Blutproben entnommen.

Die Biomaterialien werden unter geeigneten Bedingungen auf der Station gelagert und nach der Lieferung in der Ukraine einer detaillierten Laboranalyse unterzogen. Dies ist nicht nur ein medizinischer Vorgang, sondern ein wichtiger Teil des wissenschaftlichen Programms, dessen Ziel es ist, die Auswirkungen eines längeren Aufenthalts in der Antarktis auf den menschlichen Körper zu untersuchen.

Stelle für Köche

Das Nationale Antarktische Wissenschaftszentrum erinnerte daran, dass derzeit ein Wettbewerb für die nächste, 32. Expedition ausgeschrieben ist. Zu den offenen Stellen gehört traditionell die Position eines Kochs. Für diejenigen, die über die entsprechende Qualifikation und den Wunsch verfügen, den Rand der Welt zu erforschen, ist dies eine Chance, nicht nur neue Horizonte zu entdecken, sondern auch eine ganze Mannschaft von Wissenschaftlern mit leckerem Essen zu versorgen.

Das wichtigste Fazit, das die Organisatoren der Expedition ziehen: Eine vollwertige Ernährung bedeutet nicht, dass es einen Supermarkt um die Ecke gibt, sondern sorgfältige Planung und Fürsorge für die Menschen. Selbst unter den härtesten Bedingungen kann die Ernährung ausgewogen und lecker bleiben.