In der Nacht zum 10. Juni wurde Charkiw einem massiven Drohnenangriff ausgesetzt. Laut Oleh Syniehubow, dem Leiter der Oblaststaatlichen Verwaltung von Charkiw, führte der Gegner in den Nacht- und Morgenstunden 26 Drohnenangriffe durch. Die schwersten Folgen wurden in den Stadtteilen Cholodnohirskyj und Kyjiwskyj registriert.

Massiver Angriff und Brände

Am stärksten betroffen war der Stadtteil Cholodnohirskyj, wo ein Großbrand registriert wurde. Auf den von der Oblastverwaltung Charkiw veröffentlichten Aufnahmen ist eine mächtige Rauchsäule zu sehen, die vom Ort des Geschehens aufsteigt. Dies zeugt von der Schwere der Lage und der Intensität der Angriffe.

Opfer und Verletzte

Laut den neuesten Angaben des Bürgermeisters von Charkiw, Ihor Terekhow, beträgt die Anzahl der Verletzten fünf Personen. Darunter befinden sich vor allem ältere Menschen, die eine akute Stressreaktion erlitten. Insbesondere berichtete Syniehubow über eine 68-jährige und eine 81-jährige Frau, die medizinische Hilfe benötigten. Zudem wurden eine 35-jährige und eine 42-jährige Frau verletzt – beide erlitten ähnliche Folgen durch den Beschuss im Stadtteil Cholodnohirskyj. Die medizinische Hilfe wurde vor Ort geleistet.

Kontext: Serie von Angriffen auf Charkiw

Dies ist nicht der erste Angriff auf die Stadt in den letzten Tagen. In der Nacht zum 9. Juni war die Oblast Charkiw ebenfalls einem massiven Drohnenangriff ausgesetzt: In Schtschuguiw kamen drei Menschen ums Leben, in Charkiw selbst brachen in zwei Stadtteilen Brände aus, etwa zehn Menschen erlitten Verletzungen. Noch früher, am 8. Juni, traf ein russischer Drohne das Depot von „Nova Poshta“ in Charkiw – das Gebäude fing Feuer und stürzte teilweise ein.

Die Lage bleibt angespannt, und die Behörden überwachen weiterhin die Situation, leisten Hilfe bei den Verletzten und beseitigen die Folgen der Angriffe.