China hat erfolgreich einen neuen Testsatelliten in den Orbit gebracht, der dazu dient, Technologien für eine direkte Breitbandverbindung von Mobiltelefonen mit dem Weltraum zu prüfen. Der Start erfolgte am 31. Mai 2026 um 02:07 Uhr Peking-Zeit vom Weltraumbahnhof Xichang.
Technische Details der Mission
Die Trägerrakete „Chang Zheng-2D“ brachte das Raumschiff in den Orbit. Diese Mission war bereits der 646. Flug für Raketen dieser Serie. Die Hauptaufgabe des neuen Satelliten besteht in der experimentellen Überprüfung neuester Technologien für das Satelliteninternet.
Das Gerät wird verwendet, um eine direkte Breitbandverbindung mit herkömmlichen Mobiltelefonen ohne die Notwendigkeit zusätzlicher Empfangsgeräte zu testen. Darüber hinaus soll im Rahmen der Mission die Integration von Weltraum- und Bodennetzwerken erprobt werden.
Kontext des chinesischen Weltraumprogramms
Der Start des Testsatelliten erfolgt vor dem Hintergrund einer aktiven Phase der Entwicklung des chinesischen Weltraumprogramms. Zuvor hatte Peking drei Astronauten an Bord des Raumschiffs „Shenzhou-23“ zur Orbitalstation „Tiangong“ geschickt. Besonderheit dieser Mission war, dass eines der Crewmitglieder ein ganzes Jahr im Orbit verbringen wird, was einen absoluten Rekord für die chinesische Raumfahrt darstellen wird.
Lange Flüge sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur geplanten Landung auf dem Mond im Jahr 2030. Parallel dazu untersucht China die Möglichkeiten des langfristigen Überlebens des Menschen außerhalb der Erde. Zuvor wurde ein „künstlicher Embryo“ des Menschen, der aus Stammzellen erstellt wurde, zur Station „Tiangong“ geschickt, um den Einfluss der Mikrogravitation auf die frühe Gewebeentwicklung zu untersuchen.
Globaler Kontext
Die Aktivierung der Weltraumprogramme der VRCh erfolgt vor dem Hintergrund, dass sich das globale Konfrontieren der führenden Mächte in die Exosphäre verlagert. Die Ereignisse der letzten Jahre, einschließlich des Krieges in der Ukraine, haben die Wahrnehmung des Weltraums als strategische Sphäre radikal verändert und die USA und China dazu gebracht, ihre eigenen Orbitalprogramme zu intensivieren und die Infrastruktur auf mögliche Bedrohungen der Sicherheit vorzubereiten.