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title: "Geheimnisse der Eisenzeit: China und Russland setzen gemeinsame Ausgrabungen im Altai fort"
description: "China und Russland haben gemeinsame Ausgrabungen im Altai wiederaufgenommen, um Gräber der Eisenzeit zu untersuchen. 🏺🇨🇳🇷🇺 Gefundene Sarkophage und Rituale bestätigen enge Verbindungen zwischen den Kulturen Eurasiens. Experten planen, die Zusammenarbeit auf vier Länder der Region auszuweiten."
date: 2026-07-18T12:14:52.000Z
lang: de
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tags: [altai, archaeology, china-russia-cooperation, iron-age, silk-road]
publisher: "XAB.info"
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# Geheimnisse der Eisenzeit: China und Russland setzen gemeinsame Ausgrabungen im Altai fort

![Chinesische und russische Archäologen führen gemeinsame Ausgrabungen im Altai durch und erforschen alte Denkmäler der Eisenzeit](https://xab.info/media/2026/07/18/kitay-i-rossiya-sovmestnye-raskopki-na-altaye/kitay-i-rossiya-sovmestnye-raskopki-na-altaye-1.webp)

In den Weiten der Region Altai, wo sich die Grenzen von vier Ländern treffen, haben großangelegte archäologische Arbeiten begonnen. Das Wissenschaftszentrum für archäologische Zusammenarbeit auf der Seidenstraße (China) hat gemeinsam mit der Staatlichen Universität Altai (Russland) die Erforschung alter Gräber aufgenommen. Diese Veranstaltung ist die erste für die Altai-Niederlassung des chinesischen Zentrums seit ihrer Gründung und markiert eine neue Etappe in der bilateralen Zusammenarbeit.

### Suche im Tal des Flusses Chileta

Entsprechend dem genehmigten Plan konzentrierte sich die internationale Gruppe auf die Ausgrabung von zwei alten Friedhöfen im Tal des Flusses Chileta. Im Mittelpunkt standen drei Gräber, die auf den Zeitraum vom 6. bis 3. Jahrhundert v. Chr. datiert werden. Unter diesen heben die Forscher eine große oder mittelgroße Grabkammer und zwei bescheidenere hervor.

Ziel der Arbeiten ist nicht nur die Bergung von Artefakten, sondern auch eine tiefgehende Analyse der Grabstruktur. Die Wissenschaftler hoffen, eine klare Verbindung zwischen Bestattungsritualen und dem sozialen Status der Bewohner der frühen Eisenzeit herzustellen.

### Rekonstruktion des Lebens alter Nomaden

Archäologen wenden einen ganzheitlichen Ansatz zur Erforschung der Geschichte an. Durch die systematische Sammlung von Boden- und Organikproben planen die Forscher, ein Bild der natürlichen Bedingungen zu rekonstruieren, unter denen die Vorfahren lebten. Dies wird es ermöglichen, die Methoden der Ressourcennutzung und die Überlebenspraktiken alter Gemeinschaften nachzustellen.

Der Leiter der chinesischen archäologischen Gruppe, Shao Huiqiu, betonte die strategische Bedeutung der Region. Der Altai, der sich über das Gebiet von China, Russland, Mongolei und Kasachstan erstreckt, bleibt ein Schlüssellaboratorium für die Erforschung früher nomadischer Zivilisationen und der Interaktion zwischen Osten und Westen.

### Beweise für kulturellen Austausch

Gemeinsame Arbeiten auf russischem Territorium haben bereits Früchte getragen. Im Jahr 2025 führte die Gruppe Ausgrabungen von vier alten Gräbern im Dorf Chileta durch, von denen drei der frühen Eisenzeit zugeordnet wurden. Diese Funde bildeten die Grundlage für das aktuelle Projekt.

Besonders interessant sind Funde, die auf enge kulturelle Verbindungen hinweisen. Archäologen entdeckten Steinsarkophage, die viele Ähnlichkeiten mit alten Bestattungsbräuchen im Xinjiang-Uigurischen Autonomen Gebiet in China aufweisen. Darüber hinaus wurde die Praxis der Bestattung von „Schädeln und Hufen“ festgehalten – das Beisetzen von Überresten von Haustieren (Pferden, Kühen, Schafen) in Gräbern. Experten glauben, dass dieses Ritual bei nomadischen Stämmen im Norden Chinas entstand.

### Vom bilateralen zum vierseitigen Dialog

Bis heute werden archäologische Arbeiten im Altai zwischen China, Russland, Mongolei und Kasachstan hauptsächlich im Rahmen bilateraler Abkommen durchgeführt. Die Projektleitung sieht jedoch Perspektiven in der Erweiterung dieses Formats.

In Zukunft plant die neue Abteilung, einen Mechanismus der vierseitigen archäologischen Zusammenarbeit zu schaffen. Dies wird die Bildung einer einheitlichen Plattform für gemeinsame Forschung, Ausgrabungen, den Schutz des kulturellen Erbes und die Ausbildung junger Fachkräfte ermöglichen. Es wird erwartet, dass dieses Modell dazu beitragen wird, die Rolle der Altai-Region als Hauptkorridor, der die Kulturen der eurasischen Steppen verbindet, endgültig zu klären.