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title: "Ausnahme für Peking: Wie China mit den Huthis einen sicheren Durchgang für Tanker durch das Rote Meer aushandelte"
description: "China hat eine Ausnahme von der Seeblockade der Huthis erzielt: Peking hat einen sicheren Durchgang seiner Tanker durch die Straße von Bab el-Mandeb vereinbart. Dies ermöglichte es, die Öllieferungen aus Saudi-Arabien aufrechtzuerhalten und die Umfahrung Afrikas zu vermeiden, während andere Schiffe weiterhin Angriffen ausgesetzt sind. 🛢️🚢🇨🇳"
date: 2026-07-28T19:16:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/china-vereinbart-mit-huthis-sicheren-durchgang-fur-tanker
tags: [china, houthi, red-sea, oil-tankers, bab-el-mandeb]
publisher: "XAB.info"
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# Ausnahme für Peking: Wie China mit den Huthis einen sicheren Durchgang für Tanker durch das Rote Meer aushandelte

![Chinesischer Tanker COSCO Great Lake im Geleitzug von Schleppern am Ölhafen — Symbol des diplomatischen Erfolgs Peking bei der Sicherung eines sicheren Durchgangs für Schiffe durch das Rote Meer](https://xab.info/media/2026/07/28/kitay-dogovorilsya-s-khusitami-o-bezopasnom-prokhode-tankerov/kitay-dogovorilsya-s-khusitami-o-bezopasnom-prokhode-tankerov-1.webp)

In einer Zeit wachsender Spannungen im südlichen Roten Meer und der Ausweitung der von den jemenitischen Huthis verhängten Seeblockade hat China eine einzigartige Ausnahme erlangt. Peking führte direkte Verhandlungen mit der Bewegung „Ansar Allah', wodurch chinesischen Tankern die Passage durch die Straße von Bab el-Mandeb ohne Angriffsrisiko gestattet wurde.

### Diplomatischer Durchbruch in der Konfliktzone

Den Angaben von sechs informierten Quellen zufolge war China eines der ersten Länder, das direkten Kontakt mit den Huthis aufnahm, um die Frage des Transits zu klären. Ziel der Verhandlungen war es, Sicherheitsgarantien für Schiffe zu erhalten, die Energieträger transportieren. Unter den Informanten befand sich ein hochrangiger iranischer Beamter, der die direkte Anfrage Pekings an die Rebellen bestätigte.

Die von Iran unterstützten Huthis verkündeten am 20. Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien und eröffneten damit eine neue Front im Konflikt mit den USA und ihren Verbündeten. Im Rahmen dieser Kampagne erweiterten sie das Spektrum der Angriffe auf Tanker, die Waren auf Märkte außerhalb des Nahen Ostens liefern. Für China, das langjährige Verbindungen zur Bewegung unterhält, fand sich jedoch eine Möglichkeit, die Lieferketten aufrechtzuerhalten.

### Wirtschaftliche Notwendigkeit und Logistik

Für Peking ist die Aufrechterhaltung der Öllieferungen von saudischen Terminals, insbesondere vom Hafen Yanbu, von kritischer Bedeutung. Dies ist notwendig, um das Defizit auszugleichen, das durch die faktische Schließung der Straße von Hormus durch den Iran entstanden ist. Auch die Logistik spielt eine wichtige Rolle: Die Route von Yanbu nach Asien durch Bab el-Mandeb dauert durchschnittlich 16 Tage. Die alternative Route durch den Sueskanal mit Umfahrung Afrikas nach Süden verlängert die Reisezeit auf 50 Tage, was sie wirtschaftlich unrentabel macht.

Die Analyse von Daten von Kpler sowie Informationen von LSEG und MarineTraffic bestätigen die Wirksamkeit der getroffenen Vereinbarungen. Mindestens vier Tanker, die in saudischen Häfen Rohöl geladen hatten, sind nach der Einführung der Huthi-Restriktionen erfolgreich durch die Straße transitieren.

### Kontrollmechanismus und Koordination mit Teheran

Der Prozess der Sicherheitsgewährleistung blieb nicht unbemerkt. Chinesische Beamte inspizierten jedes Schiff persönlich gemeinsam mit Vertretern der Huthis. Beide Seiten informierten den Iran über ihre Aktionen, was zwei von Reuters befragte regionale Beamten bestätigten. Dies zeugt von einem komplexen Koordinationssystem, in dem die Interessen Pekings sowohl mit den Rebellen als auch mit ihren Förderern in Teheran abgestimmt werden.

Die Beziehungen zwischen den Huthis und China entwickelten sich historisch positiv. Quellen, die der Bewegung nahe stehen, deuten auf eine enge Koordination hin, insbesondere bei Fragen der Öllieferungen. Während internationalen Reedereien eine Warnung vor Angriffen auf Schiffe, die mit saudischen Häfen arbeiten, zugesandt wurde, erhielten chinesische Tanker einen Sonderstatus.

### Marktreaktion und Eskalation

Trotz des Erfolgs Pekings bleibt die Gesamtlage in der Region angespannt. Einige Tanker mussten ihren Kurs ändern, aus Sorge um die Sicherheit. Letzte Woche gaben die Huthis Raketenangriffe und Drohnenangriffe auf zwei saudische Öltanker – „Encelia' und „Layla' – bekannt. Quellen im Bereich der maritimen Sicherheit bestätigten den Angriff auf die „Encelia', obwohl der Angriff auf die „Layla' noch keine unabhängige Bestätigung erhalten hat.

Parallel zu diesen Ereignissen zeigt die chinesische Führung Vorsicht in geopolitischen Fragen. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping erklärte dem US-Präsidenten Donald Trump zuvor, dass China unter keinen Umständen Waffen an den Iran liefern oder verkaufen werde. Diese Erklärung betraf die Aktivitäten chinesischer Unternehmen und unterstreicht den Bestrebung Pekings, die Interessen in Zeiten wachsender Instabilität auszubalancieren.