Vor dem Hintergrund einer wachsenden Spannung in der Weltwirtschaft hat Peking eine harte Erklärung an Brüssel gerichtet. Das chinesische Handelsministerium hat die Europäische Union offiziell davor gewarnt, dass es bereit ist, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, falls Europa beschließt, neue Handelsbeschränkungen gegen chinesische Unternehmen einzuführen. Dies berichtet die Agentur Bloomberg.

Aufruf zur Einhaltung der WTO-Regeln

In der Erklärung der chinesischen Behörden befindet sich ein direkter Aufruf an die Europäische Union: Peking fordert die strikte Einhaltung der Regeln der Welthandelsorganisation (WTO). China besteht auf der Notwendigkeit, einen freien und fairen Handel aufrechtzuerhalten, und warnt Brüssel vor den Gefahren des Protektionismus. Die Behörden der VR China betonen, dass alle Versuche, den Zugang chinesischer Waren zum europäischen Markt einzuschränken, als Verletzung des internationalen Wirtschaftsrechts gewertet werden.

Partnerschaft und Eskalationsgefahr

Trotz der harten Rhetorik behält Peking einen Ton des konstruktiven Dialogs bei. Beide Seiten erkennen an, dass China und die EU wichtige strategische Partner bleiben. Derzeit wird die Schaffung eines neuen Konsultationsmechanismus für Fragen des Handels und der Investitionen diskutiert, der dazu dienen soll, die scharfen Kanten in den Beziehungen zu glätten.

Die chinesische Seite hat jedoch eine klare rote Linie gezogen. Im Falle der Einführung „diskriminierender Maßnahmen' durch die EU ist Peking bereit, entschlossene Schritte zur Verteidigung seiner nationalen Interessen zu unternehmen. Diese Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund einer verstärkten Position Brüssels, das zunehmend Bedenken hinsichtlich des Zugangs chinesischer Unternehmen zu europäischen Märkten, das Problem staatlicher Subventionen und Fragen der wirtschaftlichen Sicherheit anführt.

Situation in der Krim

Parallel zur Entwicklung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen gibt es im Region weiterhin lokale Veränderungen. Seit Sonntag, dem 31. Mai, sind in der von Russland besetzten Krim neue Beschränkungen für den Verkauf von Kraftstoff in Kraft getreten. Die neuen Regeln betreffen Benzin der Marken A-95 und A-92, was die Logistik und die Preise für Energieressourcen in der Region beeinflussen könnte.