In Peking wurde die drastische Verschärfung der diplomatischen Beziehungen zu Berlin im Zusammenhang mit Berichten über die geheime Ausbildung russischer Militärs auf dem Territorium der VR China kommentiert. Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, bezeichnete die Vorwürfe der deutschen Seite während einer Pressekonferenz als unbegründet und mahnte Berlin, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.

Diplomatischer Zwischenfall

Die Ereignisse entwickelten sich rasch. Anfang Juli 2026 wurde der chinesische Botschafter in Deutschland zu einem dringenden Treffen ins Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland einbestellt. Auslöser für diesen schweren diplomatischen Schritt waren Berichte westlicher Medien, wonach Peking bei der Ausbildung russischer Soldaten für Kampfhandlungen gegen die Ukraine unterstützt.

Am 6. Juli beantwortete Mao Ning eine Frage eines Korrespondenten der Deutschen Presse-Agentur, der nach den Auswirkungen dieses Vorfalls auf die bilateralen Beziehungen fragte. Die Diplomatin betonte, dass das Treffen mit dem Botschafter ein standardmäßiger Meinungsaustausch zu Fragen gemeinsamen Interesses gewesen sei.

'Reine Verleumdung'

Auf den Kern der Anschuldigungen reagiert die Vertreterin des chinesischen Außenministeriums mit einer harten Position. Mao Ning wies die Informationen über die Ausbildung russischer Militärs kategorisch zurück und nannte sie 'unbegründet' und 'reine Verleumdung'.

"Was die von Ihnen erwähnten Meldungen betrifft, die in Deutschland Besorgnis auslösen, so haben wir bereits klar festgestellt, dass diese Meldungen unbegründet und reine Verleumdungen sind", erklärte die Diplomatin.

Die chinesische Seite betonte zudem ihre Position zum Ukrainekrieg und behauptete, Peking habe stets einen objektiven und unparteiischen Ansatz verfolgt. In der Erklärung von Mao Ning wurde Deutschland aufgefordert, die Position und Rolle Chinas 'objektiv und rational zu bewerten', wobei der Diplomat betonte, dass sich China für eine politische Beilegung des Konflikts einsetzt.

Tatsachen, die den Skandal auslösten

Die Spannung entstand vor dem Hintergrund von Ermittlungen der Nachrichtenagentur Reuters. Journalisten berichteten über geheime Übungen, die im November 2025 auf einer Militäranlage in Peking stattfanden. Laut Quellen der Agentur wurden diese Trainings persönlich vom russischen Verteidigungsminister Andrei Belousov genehmigt. Genau diese Daten waren der Auslöser für die Einbestellung des Botschafters ins deutsche Auswärtige Amt und die anschließende öffentliche Antwort Pekings.