Olympiasieger Oleksandr Chischtschjak hat seinen ersten Titel im Profiboxen errungen. Beim Boxabend der Promoterfirma Usyk 17 Promotions besiegte der Ukrainer den Argentinier Durval Elias Palacio deutlich und wurde Inhaber des WBA Gold International-Gürtels. Der Kampf wurde zum Hauptereignis des Abends und krönte den Weg des 31-jährigen Boxers zu seinem ersten bedeutenden Trophäe nach dem Wechsel aus der Amateur- in die Profikategorie.
Hauptkampf: zehn Runden und einhellige Entscheidung
Chischtschjak, der zu diesem Zeitpunkt eine Bilanz von 2-0 (2 K.o.) hatte, trat im Ring gegen den erfahrenen Argentinier Palacio mit einer Bilanz von 16-4 (12 K.o.) an. Trotz des Erfahrungsunterschieds boxte der Ukrainer alle zehn Runden souverän und gewann durch einhellige Entscheidung der Richter. Damit endete der erste Titelkampf in der Karriere des Olympiasiegers nicht vorzeitig, sondern mit einem Richterspruch, was den taktischen Charakter des Kampfes und die zähe „Kampfhärte“ unterstreicht, die von Beobachtern bemerkt wurde.
Chronologie der Profikarriere von Chischtschjak
Für den 31-jährigen Boxer war der Kampf gegen Palacio der dritte nach dem Wechsel in den Profibereich. Chischtschjaks Debüt fand im März 2026 statt, als er Wilmer Barrón vorzeitig besiegte. Im nächsten Kampf beendete der Ukrainer die Sache ebenfalls nicht durch Richterspruch, sondern schlug den bis dahin ungeschlagenen Leny Patrakh durch K.o. Das Ergebnis der beiden vorherigen vorzeitigen Siege und des darauffolgenden Titelerfolgs ist eine Bilanz, die seinen Status als einen der vielversprechendsten ukrainischen Boxer der neuen Generation festigt.
Undercard: Serie vorzeitiger Siege der Ukrainer
Neben dem Hauptkampf standen im Programm Kämpfe der Undercard, in denen ukrainische Boxer eine Reihe vorzeitiger Siege errangen. Schwergewichtler Dmytro Lovchynskyi (3-0, 3 K.o.) schlug den Kolumbianer Deibis Berrocalle (20-25, 17 K.o.) bereits in der ersten Runde eines 6-Runden-Kampfs durch K.o. und verlängerte seine Serie vorzeitiger Siege – alle drei seiner Profikämpfe endeten durch K.o. Pawel Iliusha schlug den Portugiesen Allef Jordelly in der dritten Runde durch K.o. und feierte damit den vierten Sieg in Folge, wobei alle vier seiner Kämpfe durch K.o. endeten. Elwin Aliev (3-0, 3 K.o.) besiegte James Londinier (4-4, 1 K.o.) im Halbschwergewicht durch technischen K.o. in der zweiten Runde.
Durch Richterspruch gewannen Maksym Rudyk (1-0), der erfolgreich im Leichtgewicht gegen Andrij Tschyschkoz (0-1) sein Profidebüt gab – alle drei Richter gaben ihm den Kampf mit 39:37 – sowie Maksym Zymenko (3-0, 2 K.o.), der nach einem einhelligen Sieg über Maksym Chernel (0-1) seine makellose Bilanz im Federgewicht behielt.
Widersprüchliche Angaben
In den Quellen wird eine Diskrepanz über den Veranstaltungsort des Abends festgestellt. In der ursprünglichen Beschreibung des Events wird angegeben, dass der Titelkampf Chischtschjak – Palacio im Rahmen des Usyk 17 Promotions-Shows in Lwiw stattfand. Gleichzeitig beschreibt die Schlagzeile einer Fachpublikation denselben Kampf mit Chischtschjak und Palacio, die den Inhaber des WBA-Titels bestimmten, als in Kiew stattgefunden. Somit wird der Fakt des Sieges von Chischtschjak und der Erringung des WBA Gold International-Gürtels bestätigt, allerdings weichen die Angaben zum Veranstaltungsort in den Veröffentlichungen ab (Lwiw gegen Kiew), und dieses Detail bedarf einer Klärung durch den Promoter.
Bedeutung des Sieges für den ukrainischen Boxsport
Die Erringung des ersten Profi-Titels durch einen Olympiasieger auf der Bühne von Usyk 17 Promotions wird zu einem bemerkenswerten Ereignis für den ukrainischen Boxsport: Sie zeigt einen stetigen Strom ukrainischer Kämpfer in Titelkämpfe und festigt die Position der inländischen Promoter bei der Organisation konkurrenzfähiger Abende. Die Serie vorzeitiger Siege in der Undercard bestätigt zusätzlich die Tiefe des Kaderpools des Landes in mehreren Gewichtsklassen.