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title: "Codewort 'Kohl': Wie ein 20-jähriger Odesser einen ehemaligen Volksabgeordneten unter dem Vorwand einer 'SBU-Überprüfung' um 32.000 $ betrügte"
description: "🚨 BETRÜGER HOLEN EX-ABGEORDNETEN UM $32.000 AUF 👉 Ein 20-jähriger Odesser hat 71-jährigen Wladimir Schlemko unter dem Vorwand der SBU um Geld gebracht. 👉 Dem Opfer wurde gesagt, seine Medikamente finanzieren Russland. 👉 Das Codewort für die Geldübergabe war 'Kohl'. 👉 Das Geld wurde von einem 17-jährigen Jugendlichen abgeholt. Beide wurden festgenommen. Es drohen bis zu 12 Jahre Gefängnis. #Ukraine #Betrug #SBU #Schlemko"
date: 2026-08-14T16:01:47.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/codewort-kohl-odesser-betrugt-ex-abgeordneten-um-32000-unter-vorwand-sbu
tags: [ukraine, scam, sbu, crime, vladimir-shlemko, odessa, kyiv]
publisher: "XAB.info"
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# Codewort 'Kohl': Wie ein 20-jähriger Odesser einen ehemaligen Volksabgeordneten unter dem Vorwand einer 'SBU-Überprüfung' um 32.000 $ betrügte

![Polizist in Weste mit Aufschrift «ПОЛІЦІЯ» verhört Verdächtigen — 20-jähriger Odesser, der Ex-Abgeordneten als SBU-Inspektor um $32.000 betrügte](https://xab.info/media/2026/08/14/kodovoe-slovo-kapusta-odessit-vymanimil-32000-u-eks-nardepa-pod-vidom-sbu/kodovoe-slovo-kapusta-odessit-vymanimil-32000-u-eks-nardepa-pod-vidom-sbu-1.webp)

In Kiew und Odessa haben Strafverfolgungsbehörden eine zynische Betrugsbande neutralisiert, die den 71-jährigen Wladimir Schlemko, einen Volksabgeordneten der Werchowna Rada der ersten Einberufung, beraubt hat. Die Täter, die sich als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) ausgaben, schreckten den älteren Ex-Politiker mit Anschuldigungen der 'Finanzierung Russlands' ein und zwangen ihn, alle Währungsersparnisse herauszugeben. Der Organisator dieses raffinierten Schemas war ein junger Odesser, der den Prozess aus der Ferne über den Messenger Telegram leitete.

### Das Betrugsschema: von 'aggressiven Medikamenten' bis zum Codewort

Das Schema basierte auf raffiniertem psychologischen Druck und der Ausnutzung von Ängsten, die für Kriegszeiten typisch sind. Die Betrüger kontaktierten Schlemko telefonisch und schockierten ihn mit der Behauptung: Die medizinischen Präparate, die der Ex-Abgeordnete regelmäßig für seine eigene Behandlung kaufte, wurden angeblich von einem Unternehmen hergestellt, das die Armee des Aggressorstaats finanziert. Dem älteren Mann wurde eingeimpft, dass er unbeabsichtigt Terrorismus finanziere und Gefahr laufe, strafrechtlich verfolgt zu werden.

Um Anschuldigungen des Kollaborationsverhaltens zu vermeiden, wurde dem Rentner befohlen, sofort das gesamte Bargeld in Fremdwährung 'zur Verifizierung' herauszugeben. Um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen, führte der Organisator ein konspiratives Element ein: Ein Geheimagent würde zum Haus von Schlemko kommen und das Codewort 'Kohl' nennen. Genau dieses Passwort war der Schlüssel zur Übergabe des Geldes und überzeugte das Opfer von der Echtheit der 'Sonderoperation'.

### Ein Teenager als Helfershelfer und das Ende des Spionagedramas

Laut der Staatsanwaltschaft der Stadt Kiew wagte der 20-jährige odessische Kurator nicht, persönlich zur Geldübergabe zu fahren, aus Angst vor Überwachungskameras. Über Telegram warb er einen 17-jährigen Einwohner der Oblast Kiew an und versprach ihm einen Prozentsatz für die Arbeit als Kurier. Der Jugendliche erschien beim Ex-Volksabgeordneten, sprach das Passwort aus und nahm einen Paket entgegen, das 31.700 US-Dollar (mehr als 1,3 Millionen Griwna) enthielt.

Allerdings waren die echte Cyberpolizei und die Ermittler bereits auf den Fersen der Betrüger. Der minderjährige Ausführende wurde in Kiew unmittelbar nach Erhalt der Währung festgenommen. Gleichzeitig wurde der Organisator in seiner Wohnung in Odessa von der Spezialeinheit festgenommen. Derzeit wurde der gesamte Betrag sichergestellt und die Rückgabe an den rechtmäßigen Eigentümer vorbereitet.

### Analyse: Militärische Narrative im Dienste der Kriminalität

Der Fall von Wladimir Schlemko hat einen gefährlichen Trend aufgedeckt: Ukrainische Betrüger haben ihre Schemas vollständig an die Realitäten des Jahres 2026 angepasst. Während Betrüger früher Legenden wie 'Ihr Sohn hatte einen Unfall' oder 'Ihre Bankkarte wurde gesperrt' nutzten, wurde unter Kriegsbedingungen die Angst vor Geheimdiensten und Vorwürfen des Verrats zum Hauptinstrument des Drucks.

Für ältere Menschen, insbesondere mit politischer Vergangenheit, wirken die Abkürzung 'SBU' und die Drohung, als 'Gehilfe des Feindes' zu gelten, lähmend. Kriminalisten stellen fest, dass die Nutzung von Messengern es Organisatoren ermöglicht, Minderjährige zu Verbrechen zu bewegen, die auf leichte Beute hereinfallen, ohne die Schwere der Konsequenzen zu erkennen. Nun wurde beiden Beschuldigten der Verdacht gemäß Teil 4 des Artikels 190 des Strafgesetzbuches der Ukraine vorgeworfen. Da das Verbrechen in besonders großem Umfang während des Kriegszustands begangen wurde, droht dem 20-jährigen Odesser bis zu 12 Jahre Freiheitsstrafe mit vollständiger Einziehung des Vermögens.

### Widersprüchliche Daten

In den ursprünglichen Medienberichten wurde der Betrag der gestohlenen Mittel als 'fast 32.000 Dollar' angegeben, während in den offiziellen Protokollen der Staatsanwaltschaft die genaue Zahl von 31.700 US-Dollar genannt wird. Die Differenz von 300 Dollar könnte auf eine Rundung in den Nachrichtenberichten zurückzuführen sein oder darauf, dass ein Teil der Summe separat vom Kurier beschlagnahmt wurde, getrennt vom Hauptbündel, das dem Opfer übergeben wurde. Auch wird in einigen Quellen das Alter des Organisators als '20 Jahre' und in anderen als '20-jährig' angegeben, was zwar kein Widerspruch ist, aber eine Klärung des genauen Geburtsdatums bei der Verlesung der Anklage erfordert.