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title: "Dänland führt Asylverbot für ukrainische Männer im Wehrdienstalter ein: Details des neuen Gesetzes"
description: "Dänland hat als erstes EU-Land gesetzlich Asyl für ukrainische Männer im Wehrdienstalter (23–60 Jahre) verboten. Minister Bødskov begründete dies mit der Notwendigkeit, die Verteidigung der Ukraine nicht zu schwächen. Die Entscheidung wurde durch den besonderen Status Kopenhagens in Migrationsfragen ermöglicht 🇩🇰🇺🇦"
date: 2026-06-25T20:49:18.000Z
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# Dänland führt Asylverbot für ukrainische Männer im Wehrdienstalter ein: Details des neuen Gesetzes

![Dänische Flagge vor blauem Himmel, die neue Asylregeln für Männer aus der Ukraine symbolisiert](https://xab.info/media/2026/06/25/daniya-vvodit-zapret-na-ubezhche-dlya-muzhchin-iz-ukrainy/daniya-vvodit-zapret-na-ubezhche-dlya-muzhchin-iz-ukrainy-1.webp)

### Kopenhagen ändert die Spielregeln

Dänland ist das erste Land der Europäischen Union, das gesetzliche Beschränkungen für die Gewährung von Asyl für ukrainische Männer im Wehrdienstalter verankert hat. Am 25. Juni 2026 reichte die dänische Einwanderungsbehörde offiziell den entsprechenden Gesetzentwurf beim Parlament ein. Diese Entscheidung des Ministeriums für Ausländer- und Integrationsangelegenheiten markiert eine signifikante Wende in der Migrationspolitik der EU und setzt einen Präzedenzfall für andere Mitgliedstaaten.

Der Minister für Ausländer- und Integrationsangelegenheiten, Morten Bødskov, betonte, dass Dänland „ein verlässlicher Partner der Ukraine bleibt', jedoch keine rechtlichen Schlupflöcher schaffen wolle, die die Verteidigungsfähigkeit des Nachbarlandes schwächen könnten.

### Wer wird von den neuen Beschränkungen betroffen?

Der Kern der Neuregelungen besteht in der Einführung strenger Kriterien für die Erteilung eines Aufenthaltstitels gemäß dem Sondergesetz zur Ukraine. Die Beschränkungen gelten für Männer im Alter von 23 bis 60 Jahren. Die Untergrenze von 23 Jahren wurde mit einem Sicherheitspuffer gewählt, um eine mögliche weitere Senkung des Wehrdienstalters in der Ukraine zu berücksichtigen.

Die Hauptbedingung für diese Kategorie von Antragstellern besteht nun darin, ein offizielles Dokument vorzulegen, das die Befreiung vom Militärdienst bestätigt. Ohne eine solche Bestätigung wird der Schutzstatus nicht erteilt.

Besondere Regeln gelten auch für junge Männer unter 23 Jahren. Sie erhalten nur vorübergehenden Schutz bis zum Erreichen dieses Alters. Um ihre Dokumente zu verlängern, müssen auch sie nachweisen, dass ein Dienst in den Streitkräften der Ukraine für sie unmöglich ist.

### Wer bleibt von den neuen Regeln verschont?

Der Gesetzentwurf hat keine rückwirkende Kraft. Die Beschränkungen betreffen nicht die rund 47.600 Ukrainer, die vor dem 25. Juni 2026 einen Antrag auf Schutzstatus gestellt haben und sich bereits rechtmäßig im Land aufhalten. Sie können ihre Dokumente bis März 2027 nach den allgemeinen Bestimmungen verlängern.

Allerdings bleibt die Situation bei Anträgen, die in der Übergangsphase gestellt wurden, unklar. Für Anträge, die ab dem 25. Juni gestellt, aber vor dem offiziellen Inkrafttreten des Gesetzes genehmigt wurden, wird die Migrationsbehörde eine erneute Überprüfung durchführen und behält sich das Recht vor, bereits erteilte Genehmigungen zu annullieren.

### Warum konnte Dänland als Erstes handeln?

Innerhalb der Europäischen Union wird derzeit intensiv über eine Änderung der Richtlinie über den vorübergehenden Schutz diskutiert. Eine Reihe von Ländern, darunter Deutschland, Polen und Schweden, unterstützen die Idee, Beschränkungen für Männer im Wehrdienstalter einzuführen, um die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine nicht zu untergraben. Diese Länder stoßen jedoch auf harte Kritik von Menschenrechtsorganisationen, einschließlich des Europarats, und können nicht allein handeln.

Dänland muss nicht auf einen gemeinsamen Konsens in Brüssel warten, da es dank eines besonderen Status (Opt-out) im Bereich Justiz und Inneres der EU, der dem Königreich bereits in den 1990er Jahren zugesichert wurde, unabhängig handeln kann. Dies ermöglicht Kopenhagen, die Regeln für Asyl und Schutz unabhängig von den europäischen Normen zu ändern, was die Umsetzung dieser Initiative schneller als in anderen Staaten ermöglichte.