Die bulgarische Sängerin DARA, deren Sieg beim internationalen Wettbewerb «Eurovision 2026» in Wien ein großes Ereignis im europäischen Musikleben war, steht erneut im Zentrum eines Mediensturms. Auslöser sind ihre Pläne, beim Festival Dream Fest in Baku aufzutreten, wo russische Interpreten und ehemalige ukrainische Künstler, die nach Russland gezogen sind, auf der Besetzungsliste stehen.
Triumph von «Bangaranga» und Ankündigung in Aserbaidschan
Der Song «Bangaranga», der Bulgarien den Sieg beim Wettbewerb in Österreich einbrachte, sorgt weiterhin für ausverkaufte Konzerte. Die Organisatoren des Musikfestivals Dream Fest haben offiziell das Erscheinen der Siegerin auf ihrer Bühne angekündigt. In einer Pressemitteilung, die auf Instagram des Events veröffentlicht wurde, versprachen die Veranstalter, dass die Energie der Sängerin den Auftritt in eine «echte musikalische Explosion» verwandeln werde.
Das Konzert ist für den 23. Juli angesetzt. Doch um dieses Ereignis entbrennt eine Kontroverse, die mit der Besetzung des Festivals zusammenhängt. Laut RBC-Ukraine wird DARA auf derselben Bühne mit Künstlern auftreten, die die russische Regierung unterstützen oder eine neutrale Position im Konflikt eingenommen haben und ihre Karriere in Russland fortsetzen.
Umstrittene Besetzung von Dream Fest
Zu den Gästen des Festivals, das vom Geschäftsmann Emin Agalarow organisiert wird, gehören Namen, die in der ukrainischen Gesellschaft eine heftige Reaktion hervorrufen. Zu Daras Bühnenkollegen zählen:
- Ani Lorak;
- Dschigan;
- Artik & Asti;
- Egor Kreed;
- Irina Dubzowa;
- Stas Michailow;
- Alsou.
Als Moderatorin des Events ist Regina Todorenko angekündigt. Der Organisator von Dream Fest, Emin Agalarow, ist zudem bekannt dafür, dass er weiterhin aktiv auf dem russischen Markt tätig ist, was das Format der Veranstaltung noch kontroverser macht.
Das Erbe des Sieges und die Kontroverse um «Kirkorows Team»
Der Skandal in Baku ist nicht der erste Aufsehen erregende Vorfall im Zusammenhang mit dem Namen der bulgarischen Künstlerin. Unmittelbar nach dem Sieg beim «Eurovision 2026» entbrannte im Internet eine Diskussion über die Beteiligung des russischen Popstars Philipp Kirkorow am Erfolg der Sängerin. Der Künstler schrieb sich öffentlich die Verdienste an der Organisation des Sieges zu.
Doch später wurden in Bulgarien die wahren Urheber des Auftritts enthüllt. An dem Hit «Bangaranga» arbeitete der griechische Komponist Dimitris Kontopoulos. Obwohl Kontopoulos für seine Zusammenarbeit mit russischen Künstlern bekannt ist, gab es in der Team der Songmacher keine sogenannten «Putinisten», jedoch waren Ukrainer an der Arbeit am Projekt beteiligt.
DARA selbst konnte sich gegenüber Kirkorow und seinen Anhängern nicht zurückhalten. Sie dementierte seine direkte Beteiligung an der Vorbereitung des Auftritts, drückte jedoch ihre Dankbarkeit für die «moralische Unterstützung» aus, die er der Künstlerin entgegengebracht hatte.