Das ukrainische Unternehmen Dark River hat den neuen Abfangdrohnen-APUS-1 vorgestellt, der zur Neutralisierung von Kamikaze-Drohnen vom Typ Shahed und feindlicher Aufklärungsdrohnen entwickelt wurde. Das Gerät hat bereits die Testphase durchlaufen und wird nun in Dienst gestellt – laut Hersteller nutzen es bereits zehn militärische Einheiten.
Technische Spezifikationen und Funktionen
Der APUS-1 ist eine Flugzeugdrohne mit einer Reisegeschwindigkeit von 140 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 320 km/h. Er kann in einem Radius von bis zu 50 km operieren, bis zu 50 Minuten in der Luft bleiben und eine Nutzlast von bis zu 1,5 kg transportieren. Der Start erfolgt über eine Katapultvorrichtung, was eine schnelle Bereitstellung des Systems auch unter Feldbedingungen ermöglicht.
Die Drohne ist mit einem digitalen Videokanal und einer Tageslichtkamera ausgestattet. Sie unterstützt eine autonome Navigation ohne GPS und ermöglicht auch eine manuelle Steuerung. Für den Betrieb des Systems sind zwei Bediener erforderlich, und die Vorbereitung für den Start dauert weniger als fünf Minuten. Die maximale Betriebshöhe beträgt 4500 Meter.
Einsatztaktik und Kampflast
Die Koordinaten der Ziele können dem APUS-1 in Echtzeit von Radarstationen oder anderen Überwachungssystemen übermittelt werden. Die Zerstörung des Ziels erfolgt entweder durch direkte kinetische Wirkung oder durch Detonation der Kampflast. Falls die Mission nicht erfolgreich ist, kehrt die Drohne zum Startbereich zurück. Bei Bedarf kann die Selbstzerstörungsfunktion aktiviert werden.
Status und Kommerzialisierung
Gegenwärtig durchläuft der APUS-1 den Kodifizierungsprozess. Auf dem staatlichen Marktplatz Brave1 Market beträgt der Preis 140.000 Hrywnja. Dies macht ihn für eine breite Palette von Nutzern zugänglich, einschließlich der lokalen Streitkräfte und potenzieller ausländischer Partner.
Exportperspektiven
Am 1. Juli hat die Ukraine einen vereinfachten Mechanismus für den Export einheimischer Waffen und Militärtechnologien an Partnerländer eingeführt. Das neue Modell verkürzt die Bearbeitungszeit für Anträge von Herstellern um das Dreifache – von 90 auf 30 Tage. Das vereinfachte Verfahren gilt für Lieferungen in Länder, mit denen Abkommen im Rahmen des „Drone Deal“ unterzeichnet wurden.
Der APUS-1 stärkt somit nicht nur die eigenen Luftabwehrkapazitäten der Ukraine, sondern wird auch zu einem Teil des Exportpotenzials des Landes, das Partner auf der ganzen Welt interessieren könnte.