Die Regierung hat neue Regeln für die Führung des Registers „Obereg“ genehmigt, die einen umfassenden Datenaustausch zwischen der Staatlichen Steuerverwaltung (SSA) und dem Verteidigungsministerium vorsehen. Gemäß der Verordnung muss das Finanzamt innerhalb von 90 Tagen dem Verteidigungsministerium Informationen über Bürger der Ukraine im Alter von 18 bis 60 Jahren übermitteln. Diese Entscheidung zielt darauf ab, die militärische Registrierung automatisch zu aktualisieren und Diskrepanzen in den Datenbanken aufzudecken.
Mechanismus des Datenaustauschs: vom Finanzamt bis zu „Obereg“
Der Kern der Neuerung besteht in der Synchronisierung des Staatlichen Registers der natürlichen Personen – Steuerzahler mit dem Register „Obereg“. Bisher erforderte die Aktualisierung von Informationen zum Wohnort, zu Passdaten oder zum Familienstand der Bürger oft einen persönlichen Besuch beim TCC (Territoriale Rekrutierungs- und Mobilisierungsamt) oder die Nutzung fragmentierter Informationssysteme. Jetzt wird das System automatisch funktionieren: Die Steuerverwaltung übermittelt Daten, die es ermöglichen, diejenigen zu identifizieren, die im Register sein sollten, aber fehlen, sowie Fehler in bereits bestehenden Einträgen zu finden.
Es wird erwartet, dass eine solche Integration die Aktualität der Informationen in der Datenbank erheblich verbessert und die Anzahl technischer Fehler reduziert. Wichtig ist, dass das Dokument keine Erstellung einer neuen „Liste aller Männer“ vorsieht, sondern ausschließlich Bürger betrifft, deren Daten gemäß dem Gesetz in das Register der Wehrpflichtigen, Wehrpflichtigen und Reservisten eingetragen werden müssen.
Verschärfte Kontrolle in Konsulaten im Ausland
Die Verordnung führt auch eine neue Ordnung für die Überprüfung von Militärdokumenten in den diplomatischen Vertretungen der Ukraine im Ausland ein. Jetzt sind die Mitarbeiter der Konsulate verpflichtet, die Gültigkeit der Dokumente über Systeme zu überprüfen, die mit „Obereg“ integriert sind. Dies betrifft Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren, die bestimmte konsularische Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Die Überprüfung kann sowohl über ein elektronisches Dokument in der App „Reserv+' als auch über eine Papierversion mit QR-Code erfolgen. Wenn die Daten im Dokument nicht mit den Informationen im Register übereinstimmen oder wenn das Dokument für ungültig erklärt wird, kann das Konsulat die Erbringung von Dienstleistungen verweigern. Die einzige Ausnahme bilden Dokumente, die für die Rückkehr des Bürgers auf das Gebiet der Ukraine erforderlich sind.
Digitalisierung statt „Papierkram“
Experten stellen fest, dass diese Entscheidung Teil einer allgemeinen Strategie zur Digitalisierung des Systems der militärischen Registrierung ist. Die Zusammenführung von Daten aus verschiedenen staatlichen Registern soll administrative Prozesse vereinfachen und transparenter machen. Die automatische Abgleichung von Daten ermöglicht es dem Staat, schneller auf Änderungen im Status der Bürger zu reagieren, was insbesondere in Kriegszeiten von großer Bedeutung ist.
Gleichzeitig warnen die Spezialisten vor der Notwendigkeit eines hohen Schutzes personenbezogener Daten bei einem so umfassenden Informationsaustausch zwischen den Behörden. Die Sicherheit der Datenbank „Obereg“ bleibt eine Priorität, angesichts der Sensibilität der darin enthaltenen Informationen.