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title: "Das Innere russischer Raketen: Was Trümmer verraten und warum Sanktionen die Angriffe nicht stoppen"
description: "🔍 Wlasjuk zeigte Journalisten das Innere russischer Raketen: von Ch-101 bis Oreschnik. Sanktionen wirken, doch Russland stellt Lieferketten um – jetzt mehr chinesische Komponenten. ⚠️ Angriffe häufen sich, und Komponenten aus den Jahren 2025–2026 sind bereits unterwegs. #Ukraine #Sanktionen #Raketen"
date: 2026-05-29T17:44:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Das Innere russischer Raketen: Was Trümmer verraten und warum Sanktionen die Angriffe nicht stoppen

![Wladislaw Wlasjuk am Tisch mit Dokumenten und Bleistift, zeigt Fragmente von Raketen und Drohnen auf einer Pressekonferenz](https://xab.info/media/2026/05/29/vnutrennosti-rossiyskih-raket-chto-skryvayut-obloki-i-pochemu-sanktsii-ne-ostanavlivayut-udary/vlasjuk-pokazyvaet-nachinku-raket.webp)

Wladislaw Wlasjuk, der vom ukrainischen Präsidenten ernannte Beauftragte für Sanktionspolitik, hielt eine eindrucksvolle Pressekonferenz ab, bei der er Journalisten echte Fragmente russischer Waffen zeigte. Es handelte sich nicht nur um trockene Zahlen oder Berichte – vor den Augen der Anwesenden lagen die „Innereien“ der Raketen Ch-101, Kalibr, Kinjal sowie der Drohnen Schahed und Geran-2, die bei dem Angriff am 24. Mai eingesetzt wurden. Zudem wurden Komponenten eines Drohnenmodells mit künstlicher Intelligenz und ein Prozessorblock der Rakete Oreschnik präsentiert, die in der Region Lwiw niederging.

Experten haben bereits Analysen durchgeführt: Es handelt sich nicht um grundsätzlich neue Entwicklungen, sondern um modernisierte Versionen mit einem Trägheitsnavigationssystem, das keine Satellitenverbindung benötigt. Dies macht sie weniger abhängig von externen Systemen, aber nicht weniger gefährlich.

Die Zahlen sprechen für sich: Die Anzahl der eingesetzten Raketen und Drohnen steigt monatlich im Vergleich zu den entsprechenden Perioden des Vorjahres. In der Ch-101 wurden mehr als 100 ausländische Komponenten gefunden, in der Kalibr etwa 30. Dazu gehören Teile aus der Schweiz, Deutschland, den USA, Japan und China.

Sanktionen wirken, aber nicht so, wie erhofft. Russland ist gezwungen, seine Lieferketten umzustellen und westliche Komponenten durch chinesische zu ersetzen. „Wir sehen eine erzwungene Ersetzung einzelner westlicher Komponenten durch chinesische, daher ist unsere Sanktionsarbeit erfolgreich“, betonte Wlasjuk. Doch Erfolg bedeutet nicht vollständige Blockade.

US-Agenturen haben seit Jahresbeginn mehr als zehn Operationen durchgeführt, um Lieferkanäle im Wert von Millionen Dollar zu unterbinden. Die Ukraine hat zudem Informationen über identifizierte Komponenten an chinesische Diplomaten weitergegeben, um den Druck zu erhöhen.

Aber wie Wlasjuk betonte, ist das Vorhandensein dieser Exemplare ein Beweis dafür, dass die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichen. „Es kommt immer wieder“, konstatierte er. Er forderte Partner und Hersteller auf, die Kontrolle zu verstärken, damit moderne Komponenten nicht nach Russland gelangen, und die Unterstützung der ukrainischen Luftabwehr zu erhöhen.

Zuvor berichtete RBK-Ukraine, dass in neuen russischen Drohnen Komponenten aus dem Jahr 2025 aus Deutschland, Japan, den USA und Großbritannien gefunden wurden. Wlasjuk prognostizierte damals: In den nächsten Chargen von Raketen werden Teile aus dem Jahr 2026 erscheinen – ein deutliches Signal für die Unzulänglichkeit der aktuellen Bemühungen.

Im letzten Jahr haben US-Agenturen mehr als zehn Lieferketten für Komponenten nach Russland entdeckt und blockiert. Aber der Technologiekrieg geht weiter, und jeder neue Angriff ist eine Herausforderung für das gesamte internationale Sanktionssystem.