Im Mission-Control-Modul, das Teil des Kampfochkessels DELTA ist, wurden zum 1. Oktober mehr als 3 Millionen Missionen zur Zerstörung feindlicher Ziele verzeichnet. Allein im September trugen die Militärs über 1,8 Millionen Ergebnisse ausgeführter Missionen in das System ein. Dieser Wert ist der höchste seit Jahresbeginn und spiegelt den Umfang des Einsatzes von unbemannten und robotergestützten Systemen im aktuellen operativen Zyklus wider.
Neunfaches Wachstum in neun Monaten
Die Dynamik der Dateneingabe in das System zeigt ein stetiges Wachstum. Zu Jahresbeginn lag der monatliche Wert bei rund 196.000 Missionsergebnissen, während er im September 1,8 Millionen überschritt. Damit hat sich das Volumen der eingegebenen Daten innerhalb von neun Monaten mehr als verunfacht. Laut Angaben der Behörde ist dieses Wachstum sowohl auf die Zunahme der eingesetzten Geräte als auch auf die Erweiterung der Funktionalität des Abrechnungssystems selbst zurückzuführen.
Das gesamte Spektrum an Missionen in einem einzigen System
Zum 1. Oktober ist in Mission Control ein breites Spektrum an Aufgaben erfasst. Neben fast 3,6 Millionen Aufklärungsmissionen und über 3 Millionen Zielbekämpfungsmissionen verzeichnet das System über 1,02 Millionen Logistikmissionen von UAVs und fast 168.000 Logistikmissionen von unbemannten Bodensystemen. Zusätzlich wurden knapp 500.000 Missionen zur Abfangen von Luftzielen und fast 370.000 Missionen zur Fernminierung registriert. All diese Datenkategorien werden in einem einzigen Kreislauf gespeichert und stehen zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung.
Digitaler Zyklus: Von der Planung bis zur Analyse
Das Modul beschränkt sich nicht nur auf die einfache Speicherung der Einsatzergebnisse. Die erfassten Daten können analysiert, die Effektivität verschiedener Ansätze verglichen und bei der Planung weiterer Aktionen berücksichtigt werden. Nach Angaben der Entwickler bildet sich in DELTA ein einziger digitaler Zyklus heraus, der Planung, Einsatz, Analyse und die anschließende Entscheidungsfindung umfasst. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Taktik auf der Grundlage gesammelter Statistiken und nicht nur auf der Basis von Einzelfallberichten anzupassen.
Fünffaches Wachstum bei der Drohnenvertragsvergabe
Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass die Agentur für Rüstungsbeschaffung im Jahr 2026 300 % mehr UAVs unter Vertrag genommen hat als im Vorjahr. In den letzten Monaten ist das Volumen der vertraglich gebundenen Drohnen verschiedener Typen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um das etwa 5,5-Fache gestiegen. Es wurde besonders hervorgehoben, dass die Beauftragung von FPV-Drohnen den Wert für das gesamte Jahr 2025 bereits um 54 % übertroffen hat. Diese Daten deuten auf eine Beschleunigung der Beschaffungsprozesse im Bereich der unbemannten Technik hin.
Starlink-Einschränkungen bei 161 km/h
Am 14. Oktober erklärte das Ministerium zudem, dass sich die Verbindungsqualität des „Militärpakets“ von Starlink auf ukrainischen Drohnen bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h verbessert habe. Gleichzeitig behält SpaceX nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine Beschränkung auf dem Niveau von 161 km/h bei. Somit bleibt der Betrieb der Geräte bei Geschwindigkeiten über der festgelegten Schwelle auf Ebene des Satellitendienstanbieters eingeschränkt.