Die Lage im Norden der Ukraine verändert sich. Während die Aktivität der russischen Truppen an einigen Abschnitten der Oblast Sumy merklich abgenommen hat, unternimmt der Gegner in anderen Sektoren, insbesondere im Gebiet der Gemeinde Junakowka, weiterhin Versuche, mit kleinen Infanteriegruppen vorzudringen.

Abnahme des Drucks an der Grenze

Dies erklärte der Sprecher des Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine, Andrei Demtschenko, in einer Sendung des Telemarathons. Laut ihm verzeichnen die Einheiten, die die Verteidigung in der Oblast Sumy halten, eine gewisse Abnahme der Anstrengungen des Gegners, voranzudringen.

Wie jedoch Demtschenko betonte, ist diese Abnahme nicht flächendeckend. Insbesondere innerhalb der Grenzen der Gemeinde Junakowka setzen die Besatzer weiterhin Infanteriegruppen ein, um die Positionen der Verteidigungskräfte der Ukraine anzugreifen. Zuvor wurde berichtet, dass die russischen Truppen versuchen, ihre Kontrollzone östlich von Sumy auszuweiten, die Siedlungen jedoch unter der Kontrolle ukrainischer Verteidiger bleiben.

Gesamtbild der Front: Daten von Syrskyj

Einen breiteren Blick auf die Situation an der Front gab der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrskyj. Er teilte mit, dass Russland im Jahr 2026 versucht hat, einen weiteren großangelegten Angriff zu starten, aber trotz eines fast zweifachen Überwichts an Personal und Technik keines der gesteckten Ziele erreicht hat.

Syrskyj nannte folgende Schlüsselindikatoren für die aktuelle Situation:

  • Während die russische Armee zuvor offensive Operationen in 13 operativen Richtungen führte, sind es derzeit maximal 6 bis 7.
  • Das Verhältnis der Sturmhandlungen der Streitkräfte der Ukraine zu den Aktionen der russischen Armee beträgt etwa 40 zu 60.
  • Das Vordringen der russischen Truppen hat sich mehr als halbiert.

Gleichzeitig warnt das Kommando der Streitkräfte der Ukraine davor, dass die russischen Truppen planen, die Offensivoperationen in den Oblasten Dnipro und Saporischschja auszuweiten, und versuchen, eine sogenannte „Pufferzone“ in den nördlichen Regionen der Ukraine zu schaffen.