Das ukrainische Verteidigungsunternehmen Fire Point hat einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung eines ballistischen Abwehrsystems unternommen. Der Chefkonstrukteur und Miteigentümer des Unternehmens, Denis Schtilerman, hat den aktuellen Status des Projekts geklärt, um Verzerrungen in den Medien zu vermeiden.

Die Rakete ist zum Abschuss bereit

Laut Schtilerman ist die Rakete selbst bereits vollständig einsatzbereit. Aus aerodynamischer Sicht führt sie alle Steuerbefehle einwandfrei aus und reagiert darauf hart und aggressiv – genau so, wie es für den Abschuss ballistischer Ziele erforderlich ist.

„Das haben wir geschafft“, betonte der Konstrukteur und bestätigte damit die Fertigstellung der Schlüsselphase der Entwicklung des Flugkörpers.

Integration – die größte Herausforderung

Wie Schtilerman jedoch hervorhob, reicht die Rakete allein nicht aus, um Schutz zu gewährleisten. Für einen echten Abschuss ballistischer Ziele muss sie mit anderen Komponenten des Systems integriert werden:

  • Dem Kommandozentrum;
  • Radarsystemen;
  • Einer Such- und Lenkkopf-Einheit;
  • Einem geschützten Datenlink zur Übertragung von Zielangaben und Korrekturbefehlen, der gegen jede Art von elektronischer Gegenmaßnahmen (ECM) resistent ist.

Nur mit einem vollständigen Komplex werden die Streitkräfte der Ukraine in der Lage sein, ballistische Raketen effektiv abzuschießen.

Zusammenarbeit mit Europa

Gegenwärtig arbeitet Fire Point an jedem der vier Systemkomponenten gemeinsam mit europäischen Partnern. Das Ziel ist es, einen zuverlässigen Schutz nicht nur über der Ukraine, sondern über ganz Europa zu schaffen.

Internationaler Kontext

Die Frage der Lieferung von Luftabwehrsystemen wurde auf dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der „G7“ in Frankreich intensiv diskutiert. Die westlichen Verbündeten haben beschlossen, der Ukraine dringend zusätzliche Systeme und Waffensysteme mit großer Reichweite zu übergeben, um den Schutz vor Luftangriffen zu verstärken.

So wird an dem ukrainischen „ballistischen Schutzschild“ in enger Abstimmung mit internationalen Partnern weitergearbeitet, und die wichtigsten technologischen Elemente befinden sich bereits in der Endphase der Entwicklung.