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title: "«Department of Peace» leakt Daten von 41.000 US-Heimatschutz-Mitarbeitern: Von ICE bis Grenzschutz"
description: "Die Hacker von «Department of Peace» haben eine Datenbank mit über 41.000 US-DHS-Mitarbeitern, darunter ICE und Grenzschutz, auf Distributed Denial of Secrets veröffentlicht. Okta bestreitet einen Einbruch, das DHS räumt ein «mögliches Leck» ein."
date: 2026-10-30T03:53:05.438Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/department-of-peace-dhs-datenleck-ice
tags: [data-breach, dhs, ice, cybersecurity, okta, us-immigration]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# «Department of Peace» leakt Daten von 41.000 US-Heimatschutz-Mitarbeitern: Von ICE bis Grenzschutz

![Hacker im Dunkeln arbeitet am Laptop und verbindet ein Smartphone per Kabel](https://xab.info/media/2026/10/30/department-of-peace-dhs-data-leak-ice/department-of-peace-dhs-data-leak-ice-1.webp)

## Kernpunkte

- Die Gruppe «Department of Peace» veröffentlichte am 28. Oktober auf der Website Distributed Denial of Secrets eine Datenbank mit über 41.000 DHS-Beamten, darunter ICE- und Grenzschutzmitarbeiter.
- Laut CNBC enthält die Datenbank Namen, Abteilungen, Titel, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Infos zu direkten Vorgesetzten; Zugriff über eine Suchfunktion.
- Hacker behaupten, die Daten über Oktas Single-Sign-On-Dienst erlangt zu haben; das Unternehmen erklärte, seine Systeme seien sicher und es gebe keine Beweise für einen Einbruch.
- Das DHS bestätigte gegenüber der Washington Post, dass ihm ein mögliches Leck bekannt ist und an der Aufklärung gearbeitet wird.
- Der Angriff wurde als Reaktion auf die Äußerung von DHS-Chef Markwayne Mullin vom 17. Juli über verschärften ICE-«Druck auf den Straßen» dargestellt.

Spät am Abend des 28. Oktober hat eine unter dem Namen «Department of Peace» agierende Hackergruppe eine Datenbank mit Informationen über mehr als 41.000 Bedienstete des US-Heimatschutzministeriums (DHS) öffentlich zugänglich gemacht. Die Veröffentlichung erfolgte auf der Website von Distributed Denial of Secrets, einer gemeinnützigen Organisation, die sich auf die Verbreitung von Datenlecks spezialisiert hat. Laut CNBC umfasst die Datenbank Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE und des Grenzschutzes. Sie enthält Namen der Beamten, deren Abteilungen und Dienststellungen, persönliche Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Angaben zu direkten Vorgesetzten. Der Zugriff auf die Datenbank ist über eine Suchleiste organisiert, die es ermöglicht, gezielt nach Namen oder Positionen zu suchen.

### Streit um den Mechanismus: Hacker beschuldigen Okta, Unternehmen dementiert Einbruch

Ein zentrales Element des Vorfalls ist die Version der Angreifer darüber, wie sie genau Zugriff auf die Unternehmensdaten des Ministeriums erlangt haben. Nach Angaben des «Department of Peace» wurde das Leck durch den Single-Sign-On-Dienst von Okta ermöglicht, den das DHS nutzt. Okta erklärte jedoch, dass seine Systeme sicher seien und man keine Beweise für einen Einbruch gefunden habe. Somit bleibt die Frage nach dem tatsächlichen Mechanismus der Datenkompromittierung offen und wurde durch unabhängige technische Untersuchungen nicht bestätigt.

### Reaktion aus Washington: DHS räumt «mögliches Leck» ein

Das Heimatschutzministerium bestätigte gegenüber der Washington Post, dass der Behörde ein mögliches Leck bekannt sei und man die Situation umgehend prüfe. Gleichzeitig enthält der offizielle Kommentar weder ein Geständnis über die Kompromittierung spezifischer Daten noch eine Einschätzung deren Umfangs – die Formulierung «mögliches Leck» deutet darauf hin, dass das DHS zum Zeitpunkt der Erklärung noch mit der Überprüfung beschäftigt war. Dies schafft eine Kluft zwischen der öffentlichen Erklärung der Hacker über eine fertige Datenbank und der zurückhaltenden Haltung des Ministeriums selbst.

### Politischer Kontext: Antwort auf die Äußerung des DHS-Chefs

Die Hacker begründeten ihre Aktion mit einer Motivation im Zusammenhang mit der Migrationspolitik. Ihren Angaben zufolge war der Angriff eine Reaktion auf eine Äußerung von DHS-Chef Markwayne Mullin, der, wie die Angreifer behaupten, am 17. Juli versprochen hatte, dass die ICE den «Druck auf den Straßen» durch eine erhöhte Zahl von Migrantenfestnahmen und Strassenkontrollen verstärken werde. Damit positioniert die Gruppierung das Leck als Instrument des Drucks auf die Behörde im Kontext ihrer Migrationslinie.

### Hintergrund: Stärkung der ICE in Trumps zweiter Amtszeit und Klagen

Der Vorfall findet vor dem Hintergrund einer massiven Zunahme von Festnahmen und Abschiebungen durch die Einwanderungsbehörde während der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump statt. Diese Politik hat eine Welle der Kritik ausgelöst: ICE-Agenten wurden wiederholt dabei gefilmt, wie sie Gewalt gegen Personen anwandten. Der härtere Kurs betrifft auch Ausländer, die sich legal in den USA aufhalten. Im August reichten Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen Klage gegen neue Visagültigkeitsregeln für ausländische Studenten, Wissenschaftler und Journalisten ein, da sie der Ansicht sind, dass die Änderungen ernsthafte Probleme für Universitäten, Studenten und Medien verursachen werden; die Kläger fordern ein Gericht in Massachusetts auf, diese Regeln zu blockieren.

### Bedeutung des Vorfalls

Das Leck stellt, selbst in dem bisher bestätigten Umfang, ein erhebliches Risiko dar: Die Veröffentlichung persönlicher Kontakte und der Unterordnungsstruktur von Zehntausenden Strafverfolgungs- und Einwanderungsbeamten kann für gezielte Drohungen, Erpressung oder Social Engineering genutzt werden. Solange weder das DHS noch Okta ein vollständiges technisches Bild vorgelegt haben und eine unabhängige Überprüfung des Inhalts und der Echtheit der Datenbank begrenzt bleibt, sollte der Vorfall als bestätigter Fakt einer Datenveröffentlichung auf einer Drittplattform betrachtet werden, unter Vorbehalt hinsichtlich des Umfangs und des Leckmechanismus.

## Die Angaben gehen auseinander

### Mechanismus der Datenerlangung

- **Hackergruppe «Department of Peace»:** Daten wurden über den vom Ministerium genutzten Single-Sign-On-Dienst von Okta erlangt ([rbc.ua](https://www.rbc.ua/ukr/news/hakeri-zlili-dani-ponad-41-tisyachi-spivrobitnikiv-1793332045.html))
- **Unternehmen Okta:** Die Systeme des Unternehmens sind sicher, es gibt keine Beweise für einen Einbruch ([rbc.ua](https://www.rbc.ua/ukr/news/hakeri-zlili-dani-ponad-41-tisyachi-spivrobitnikiv-1793332045.html))

*Worin sie übereinstimmen:* Die DHS-Mitarbeiterdatenbank wurde öffentlich auf der Website Distributed Denial of Secrets veröffentlicht

## Faktencheck und Quellen

- [Хакеры слили данные более 41 тысяч сотрудников Министерства внутренней безопасности США](https://www.rbc.ua/ukr/news/hakeri-zlili-dani-ponad-41-tisyachi-spivrobitnikiv-1793332045.html) - Primärquelle; entspricht voll und ganz der Basis: 41+ Tsd. DHS-Mitarbeiter, Veröffentlichung am 28. Oktober auf DDoS, Datenbankzusammensetzung laut CNBC, Oktas Version, DHS-Reaktion (WaPo), Motivation durch Mullins Erklärung, Kontext von Trumps zweiter Amtszeit und der Klage in Massachusetts.
- [Сайт "АТБ" взломан: хакеры утверждают, что получили доступ к данным клиентов и сотрудников](https://www.dialog.ua/ukraine/sayt-atb-vzloman-khakery-utverzhdayut-chto-poluchili-dostup-k-dannym.html) - Подтверждено по источнику dialog.ua
- [Хакеры слили в сеть личные данные силовиков Израиля](https://mignews.com/news/disasters/hakery-slili-v-set-lichnye-dannye-silovikov-izrailya.html) - Подтверждено по источнику mignews.com
- [ФБР не может установить масштаб утечки: похищены данные десятков тысяч агентов](https://argumenti.ru/society/fbr-ne-mozhet-ustanovit-masshtab-utechki-pohishheny-dannye-desyatkov-tysyach-1010370) - Die Quelle beschreibt einen Vorfall unter Beteiligung von ShinyHunters und dem FBI, der nicht identisch ist mit der in der Basis genannten Gruppe «Department of Peace» und dem DHS; sie wird nicht als direkte Bestätigung dieser Nachricht verwendet.

## Häufige Fragen

### Was genau wurde bei dem Leck veröffentlicht?

Laut CNBC enthält die Datenbank auf der Website Distributed Denial of Secrets die Namen von über 41.000 DHS-Beamten, deren Abteilungen, Titel, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Details zu direkten Vorgesetzten; der Zugriff erfolgt über eine Suchfunktion.

### Wer steckt hinter der Veröffentlichung und wann trat sie auf?

Die Datenbank wurde spät am Abend des 28. Oktober von einer Hackergruppe unter dem Namen «Department of Peace» auf der Website der gemeinnützigen Organisation Distributed Denial of Secrets veröffentlicht.

### Hat das US-Heimatschutzministerium das Leck bestätigt?

Das DHS bestätigte gegenüber der Washington Post, dass ihm ein mögliches Leck bekannt ist und aktiv an der Situation gearbeitet wird; die Behörde räumte jedoch nicht explizit den Fakt und Umfang der Kompromittierung spezifischer Daten ein.

### Was sagt das Unternehmen Okta zu dem Einbruch?

Okta erklärte, dass seine Systeme sicher seien und es keine Beweise für einen Einbruch gebe, während die Hacker behaupten, die Daten genau über Oktas Single-Sign-On-Dienst erhalten zu haben.