In den sozialen Medien entbrannte eine Debatte nach der Veröffentlichung von Berichten über einen angeblichen Verstoß eines belarussischen Flugzeugs gegen den Luftraum der Ukraine. Die offiziellen Behörden der Ukraine haben diese Informationen jedoch bereits widerlegt und als Desinformation bezeichnet.
Viraler Fake über den „Einfug' eines Il-62
Die Ereignisse spielten sich am Abend ab, als sich in den Netzwerken aktiv Berichte verbreiteten, wonach ein belarussisches Frachtflugzeug vom Typ Il-62 die Grenze verletzt habe. Laut Gerüchten sei das Flugzeug gegen 20:30 Uhr angeblich in den Luftraum der Oblast Tschernihiw eingedrungen und habe anschließend die Grenze zu Moldawien überschritten.
Als Hauptquelle für diese Daten wurde der beliebte Online-Dienst Flightradar24 genannt. Die Autoren der Beiträge bezogen sich auf Routenkarten, die ihrer Meinung nach den Einmarsch bestätigten.
Offizielle Widerlegung durch die Luftstreitkräfte
Das Kommunikationsamt der Luftstreitkräfte der Ukraine widerlegte diese Daten kategorisch. In der Behörde wurde erklärt, dass kein Flugzeug belarussischer Fluggesellschaften die Staatsgrenze der Ukraine überschritten habe.
Die Widerlegung wurde оперативно an das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine übermittelt und um 23:30 Uhr auf offiziellen Ressourcen veröffentlicht. Der Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Serhij „Flash' Beskrestnov bestätigte ebenfalls, dass die Informationen über den „Einfug' falsch sind.
Warum die Daten von Flightradar24 nicht die absolute Wahrheit sind?
Die Spezialisten der „Himmelsschützer' erinnerten die Öffentlichkeit an die Natur des Dienstes, der zur Quelle der Gerüchte wurde. Flightradar24 ist ein ziviles kommerzielles Projekt, das 2006 von schwedischen Enthusiasten gegründet wurde. Die Plattform sammelt Daten aus offenen Quellen und ist keine offizielle Ressource zur Überwachung des Luftraums.
Die Luftstreitkräfte betonten den wichtigsten Punkt: Der Dienst trägt keine rechtliche Verantwortung für die Genauigkeit der angezeigten Routen. Fehler in zivilen Trackern können aufgrund von Besonderheiten in der Gerätearbeit oder der Dateninterpretation auftreten.
Aufruf zur Verantwortung
Die Luftstreitkräfte der Ukraine riefen die Nutzer sozialer Netzwerke auf, sich ausschließlich auf offizielle Informationsquellen zu verlassen und keine ungeprüften Daten zu verbreiten. Unter den Bedingungen eines Informationskriegs ist es wichtig, Fakten von Fiktion zu trennen, um keine Panik zu provozieren und keinen Nährboden für Desinformation zu schaffen.