Zu Beginn der neuen Woche zeigte der offizielle Kurs der Landeswährung einen deutlichen Rückgang. Die Nationalbank der Ukraine (NBU) setzte am 6. Juli den Kurs des US-Dollars auf 44,56 Hrywnja fest. Im Vergleich zum vorherigen Banktag wurde die amerikanische Währung um 24 Kopeken günstiger. Am Vortag, dem 4. Juli, betrug der Kurs 44,80 Hrywnja.
Auch der Euro verliert an Wert
Auch die europäische Währung war von der Abwertung betroffen, wenn auch in geringerem Umfang. Der offizielle Euro-Kurs wurde auf 51,02 Hrywnja festgelegt, was 6 Kopeken unter dem Wert des Vortages liegt. Zuvor kostete der Euro 51,08 Hrywnja. Somit zeigen beide Hauptwährungen zu Beginn der Woche eine Tendenz zur Verbilligung, wobei der Dollar den stärksten Rückgang in den letzten Tagen verzeichnete.
Zusammenhang mit den weltweiten Ölpreisen
Experten verbinden die aktuelle Dynamik mit Veränderungen an den weltweiten Rohstoffmärkten. Sergei Mamedow, Vizepräsident der Vereinigung der ukrainischen Banken und Vorstandsvorsitzender der „Globus Bank“, betonte in einem Kommentar an RBC-Ukraine, dass der Rückgang der Ölpreise ein positiver Faktor für die Wirtschaft des Landes sei.
Die Ukraine ist nach wie vor importabhängig, was Kraftstoff angeht; daher könnte die Verbilligung des Öls potenziell den Druck auf die Importe verringern, die Logistikkosten und die Selbstkosten der Waren senken, was sich letztendlich auf die Inflation auswirkt.
Warum sich die Hrywnja nicht stark aufwerten wird
Trotz der positiven Signale vom Rohstoffmarkt warnen Experten davor, eine automatische starke Aufwertung der Landeswährung zu erwarten. Sergei Mamedow betonte, dass der Kurs der Hrywnja von einer Reihe von Faktoren abhängt:
- Die allgemeine Nachfrage nach Währung;
- Das Volumen der internationalen Hilfe;
- Die Sicherheitslage;
- Die Maßnahmen der Nationalbank;
- Die Stimmung von Unternehmen und Bürgern.
Laut dem Banker hat sich der weltweite Ölmarkt nach Abschluss des Konflikts im Iran noch nicht vollständig stabilisiert. Obwohl die Kurse auf ein Niveau von rund 73 Dollar pro Barrel zurückgekehrt sind, bleibt die Situation instabil. Günstigeres Kraftstoff könnte lediglich helfen, zusätzlichen Druck auf den Kurs zu vermeiden, hebt jedoch die Risiken einer Kriegswirtschaft nicht auf.