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title: "Deutsches Dilemma: Warum Berlin die Produktion von Kernbrennstoff nach «Rosatom»-Technologie genehmigte"
description: "Deutschland hat einem Werk in Lingen die Produktion von Kernbrennstoff nach «Rosatom»-Technologie erlaubt. Trotz Sanktionen und Kritik der «Grünen» ist Europa gezwungen, mit Russland zusammenzuarbeiten, aufgrund der Abhängigkeit von sowjetischen Reaktoren. 🇩🇪🇷🇺☢️"
date: 2026-07-23T02:22:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/deutschland-genehmigt-produktion-von-kernbrennstoff-nach-russischen-technologien-de
tags: [rosatom, germany, nuclear-energy, sanctions, framatome]
publisher: "XAB.info"
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# Deutsches Dilemma: Warum Berlin die Produktion von Kernbrennstoff nach «Rosatom»-Technologie genehmigte

![Rosatom-Logo auf einer Messe: Symbol des russischen Atomriesen, dessen Technologien nun in Deutschland erlaubt sind](https://xab.info/media/2026/07/23/germaniya-razreshila-proizvodstvo-yaadernogo-topliva-po-rossiyskim-tehnologiyam/germaniya-razreshila-proizvodstvo-yaadernogo-topliva-po-rossiyskim-tehnologiyam-1.webp)

In Deutschland hat sich ein politischer Skandal um die Kernenergie entzündet. Das Umweltministerium Niedersachsens hat offiziell den Antrag eines Werkes in der Stadt Lingen auf die Produktion von Kernbrennstoff genehmigt. Das Besondere an der Situation ist, dass die Arbeiten nach russischen Technologien und in enger Kooperation mit dem staatlichen Konzern «Rosatom» durchgeführt werden sollen.

Die Entscheidung wurde trotz strenger Sanktionsbeschränkungen der Europäischen Union und der offiziellen Rhetorik Berlins getroffen, das den Kreml wiederholt des Spionages und Sabotage bezichtigt hat. Das Werk, das die Lizenz erhalten hat, gehört der Firma Advanced Nuclear Fuels (ANF) – einer Tochtergesellschaft des französischen Energiegiganten Framatome.

### Technologische Abhängigkeit Europas

Ein Schlüsselfaktor, der es ermöglichte, die Beschränkungen zu umgehen, war die Spezifität der Ausrüstung. Das Projekt betrifft die Produktion sechseckiger Brennelemente, die ausschließlich in Reaktoren sowjetischen Typs verwendet werden. Europa geriet in eine Falle der technologischen Abhängigkeit: Viele osteuropäische Länder betreiben immer noch Atomkraftwerke, die nach sowjetischem Muster gebaut wurden, oder bauen neue Objekte unter der Ägide von «Rosatom».

Der Ersatz des russischen Lieferanten ist ein Prozess, der milliardenschwere Investitionen und mehrere Jahre Vorbereitung erfordert. Genau deshalb hat die EU bis heute kein vollständiges Verbot der Zusammenarbeit in dieser Nische verhängt. Ein anschauliches Beispiel für diese Abhängigkeit ist Ungarn, wo die US-Regierung eine Ausnahme von den Finanzsanktionen gewährte, damit das Land den Bau des Atomkraftwerks Paks II mit russischen Spezialisten fortsetzen konnte.

### Innerer Kampf in Berlin

Die Genehmigung des Projekts löste eine heftige Reaktion innerhalb Deutschlands aus. Das Bundesumweltministerium sprach sich mit harter Kritik aus und nannte die Zusammenarbeit gefährlich. Beamte sind der Ansicht, dass der Kernsektor unter die allgemeinen europäischen Sanktionen gegen Russland fallen sollte.

Besondere Besorgnis äußerte der Landesumweltminister Christian Meyer von der Partei «Die Grünen». Er nannte die Entscheidung «grundsätzlich falsch» und behauptete, Russland nutze die Energieversorgung als Instrument politischen Drucks und als Waffe. Auch lokale Umweltorganisationen und Aktivisten sprachen sich gegen den Start des Werkes aus und sahen darin eine direkte Bedrohung der nationalen Sicherheit Deutschlands.

### Globaler Kontext der Zusammenarbeit

Die Situation in Lingen ist nur ein Teil des größeren Bildes. Solange auf EU-Ebene keine umfassenden Sanktionen verhängt werden, erzielt «Rosatom» weiterhin Einnahmen auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen unterstützt aktiv den Betrieb von Atomkraftwerken in Osteuropa:

    - In der Slowakei setzt «Rosatom» die Lieferung von Kernbrennstoff für den Block 3 des Atomkraftwerks Mochovce fort, der im Januar 2023 in Betrieb genommen wurde.

    - In Bulgarien erbringen russische Spezialisten Serviceleistungen für die Blöcke des Atomkraftwerks Kozloduy, das nach eigenem Design gebaut wurde.

Der einzige Weg, eine solche Zusammenarbeit zu stoppen, bleibt die Verhängung von Sanktionen auf Ebene der gesamten Europäischen Union. Solange dies nicht geschehen ist, überwiegt der technologische Bedarf der Partnerländer die politischen Differenzen und ermöglicht dem russischen Atomgiganten, seine Präsenz in Europa aufrechtzuerhalten.