Am Montag findet in Kiew eine entscheidende Sitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (NSWR), bekannt als „Stawka', statt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass die Tagesordnung der Besprechung auf die Lösung drängender Fragen zur Versorgung der Armee und der Lage an der Front ausgerichtet sein wird.
Dies wurde aus der abendlichen Videoansprache des Staatsoberhaupts bekannt, die von der Publikation RBC-Ukraine zitiert wird. Laut Selenskyj werden an diesem Tag Entscheidungen zu allen notwendigen Waffenlieferungen getroffen, einschließlich Langstreckenartillerie und nicht gelenkter Raketenwerfer (NGL).
Zusammenarbeit mit Partnern und neue Lieferungen
Der Präsident betonte, dass er aktiv mit internationalen Partnern zusammenarbeitet, um zuvor getroffene Vereinbarungen zu erfüllen. Es geht um die Lieferung von Raketen und anderen spezialisierten Waffensystemen, die für die Kriegsführung notwendig sind. Selenskyj merkte an, dass alle Fragen im Zusammenhang mit Logistik und Liefermengen auf der bevorstehenden Sitzung detailliert erörtert werden.
Lage an der Front: Berichte der Kommandeure
Vor der Sitzung der Stawka führte der Präsident eine Reihe von Treffen mit den Kommandeuren der Korps durch, um aktuelle Informationen über die Lage an verschiedenen Frontabschnitten zu erhalten. Insbesondere wurden die Situationen in Pokrowsk und anderen Richtungen des Donbass sowie in der Richtung Alexandrowka in den Gebieten Saporischschja und Charkiw diskutiert.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Aktionen des 17. Korps in Saporischschja gelegt. Selenskyj nannte konkrete Statistiken: Allein dieses Korps verursacht dem Gegner monatlich Verluste von etwa 7.000 Toten und Verwundeten.
„Dort, in dieser Richtung, finden ständige russische Stürme statt. Die Armee des Okkupanten rechnet einfach nicht mit Verlusten. Daher ist es natürlich schwierig, aber das Korps erzielt für die Ukraine Ergebnisse', erklärte der Präsident.
Fokus auf den Drohnenkrieg
Zuvor hatte Selenskyj bereits eine spezielle Stawka mit der Teilnahme von Kampfkämpfern und Vertretern der Rüstungsindustrie abgehalten. Auf dieser Besprechung wurden Fragen zur umfassenden Versorgung der Front mit Drohnen und technische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Produktion von unbemannten Fluggeräten mit Glasfasersteuerung erörtert.
Außerdem traf sich der Staatsoberhaupt mit den Kommandeuren von sechs Armeekorps und Luftlandesturmtruppenkorps. Auf der Besprechung wurde der Verlauf der Kampfhandlungen in den Richtungen Slawjansk, Pokrowsk, Alexandrowka und Charkiw analysiert. Diese Daten bilden die Grundlage für die Entscheidungen, die am Montag getroffen werden.